Übersichtskarte

USA Der Westen

Mittwoch, 15.05.2013

Hallo Zusammen

 

Der Westen der USA... Route 66, Las Vegas, San Francisco oder Yosemite Cool. Viele Orte von denen man sagen könnte, dass man sie gesehen haben sollte befinden sich in Kalifornien bzw. Arizona. Es ist nahezu unmöglich eine Auswahl zu treffen, ohne ein anderes Ziel zu vernachlässigen. Dieses Jahr im August werden ich und meine Freundin in diese Region reisen und dort eine Rundreise mit Start und Ziel in Los Angeles machen. Schon lange hatten wir den Traum mal nach Amerika zu reisen. Bald ist es dann endlich soweit. In  ca. 100 Tagen geht es dann endlich losCool. Mit dem Auto werden wir von Los Angeles gegen den Uhrzeigersinn "eine Runde" drehen, um schließlich Mitte September die Heimreise anzutreten.

Ich möchte in diesem Blog gerne unsere Erlebnisse auf diesem Abenteuer-trip teilen und natürlich eine Möglichkeit schaffen, unsere Erinnerungen lebendig zu halten. Hoffentlich habt ihr alle Spaß an dem was ich schreibe und ich kann ein bisschen vom amerikanischen Flair übermitteln.

Bis bald.CoolLächelndZwinkerndCoolLächelndZwinkerndCoolZwinkernd

Frederic

Die ersten Eckpunkte stehen fest

Montag, 03.06.2013
Der Urlaub rückt immer näher und die ersten Eckdaten sind gesetzt. So haben wir unsere Hotels für Los Angeles, Las Vegas und San Francisco gebucht. Highlight wird hier sicher die Übernachtung im höchsten Hotel von Vegas, dem Stratosphere Tower. Aber auch die Hotels in LA in unmittelbarer Nähe des Hollywood Boulevard und in SF in fußläufiger Entfernung der Golden Gate Bridge können sich denke ich sehen lassen. Viel mehr soll von hier aus auch gar nicht fix geplant werden, da der " Abenteuerfaktor" dieser Reise nicht gefährdet werden soll. Natürlich ist der Mietwagen reserviert und die ungefähre Route bekannt, jedoch bestehen viele Möglichkeiten diese Route zu verlassen und zu verändern. Die Eckdaten sollen nur dazu dienen, dass wir die Zeit vor Ort nicht vergessen, denn auch der schönste Trip des Lebens hat irgendwann ein Ende. Und sicher sollte einem einen Tag vor der Abreise nicht unbedingt einfallen, dass man noch 1399 Meilen vor sich hat :-). Die Zeit zwischen den Eckdaten ist mit Absicht so gewählt, dass mehrere Zwischenstops möglich sind und genug Zeit für alles vorhanden sein sollte. Zwar ist bis zur Abreise immer noch viel Zeit, doch die Vorfreude ist halt immer noch die schönste Freude. In diesem Sinne: bis bald ! Frederic

Die Spannung steigt... die Route steht

Samstag, 06.07.2013

So nunsind es noch knapp sechs Wochen ehe es endlich losgeht. In den letzten Tagen haben wir unserem Trip weitere Eckpunkte hinzugefügt. Und eins steht dabei mal fest, es ist echt schwierig Orte von der Route zu streichen, obwohl man sie sich gerne ansehen würde. Aber auch 18 Tage sind halt irgendwie zeitlich begrenzt und lassen daher leider nicht alles zu. Unentschlossen Aber wir wollen natürlich auch nicht mehr Zeit im Auto und auf der Straße verbringen als in den Parks und Städten. Daher denk ich ist es schon vernünftig, sich auf die ausgewählten Ziele zu konzentrieren und nicht den verborgen bleibenden Schätzen hinterherzutrauern. Aber trotz unseres Ausschlussverfahrens haben wir immernoch lange Strecken vor uns und werden natürlich viel fahren müssen. Nun ja mit einem Strandurlaub wird dieser Urlaub nicht zu vergleichen sein, doch innerhalb eines Urlaubs durch 7 Nationalparks und unzählige Städte zu reisen, wird die Strapazen wert sein. Nun ja auf jeden Fall wird unsere Route von LA aus Richtung Joshua Tree National Park und Lake Hawasu beginnen, ehe wir den Grand Canyon erobern wollen Cool.  Vom Monument Valley gehts durch den Zion NP und dann natürlich Vegas Zunge raus. Nach etwa der Hälfte der Zeit wirds dann zum Yosemite und nach San Franciso gehen, ehe wir über den berühmten Highway One zurück nach LA fahren. Ich weiß ist schon ein straffes Programm, aber die gesammelten Eindrücke werden die Anstrengung übertrumpfen.  Ja, nachdem die Route nun endlich feststeht, werden wir uns nun etwas mehr Infos zu den einzelnen Orten und Tagen sammeln.

Bin ja mal gespannt... Also bis bald

FredericLächelnd

Die letzten Vorbereitungen

Mittwoch, 14.08.2013

So die Cranger Kirmes 2013 ist auch vorbei und in zehn Tagen ist es endlich soweit.





Nach nun insgesamt fast vier Monaten Vorbereitungszeit und wahrscheinlich viel zu vielen Gedanken die man sich im Vorfeld dieser Reise gemacht hat, geht es bald endlich los. So langsam werden wir dann auch etwas nervös, da eine Reise in den "Wilden Westen" der USA sicher nicht mit einem Strandurlaub am Mittelmeer zu vergleichen ist. Doch die riesen Vorfreude überwiegt dann doch. In den nächsten Tagen werden dann die letzten Vorbereitungen abgeschlossen sein und wir können uns endlich auf den Urlaub freuen. Ann-Kristin muss noch genau sechs Mal früh aufstehen und zur Arbeit, woraus sie einen "final Countdown" zelebriert und jeden abgeschlossenen Arbeitstag wie kurz vor Weihnachten am Adventskalender feiert. ;-). Doch den Urlaub hat sie sich jetzt echt verdient. Das Kofferpacken dürfte ja diesmal nicht so schwer werden, da wir beide ja einiges an Platz für neue Sachen lassen wollen ;-)


Also der Countdown läuft.


 

Der Tag vor der Abreise... Panik, Vorfreude, Aufregung, Spannung Stress.

Freitag, 23.08.2013

So morgen ist der große Tag dann endlich gekommen. Es geht nach Amerika. Im Moment herrscht bei uns beiden jedoch eine absolute Mischung aus Stress und Angst vor dem ungewissen. Doch die Vorfreude überwiegt dann doch alles. Zwischen packen, letzten Vorbereitungen und einem gemütlichen Abschieds- Cocktailabend mit den besten Freunden kommt doch schon die urlaubsvorfreude klar zum Vorschein :-)



Also dann versuchen wir mal an alles zu denken, was wir im wilden Westen so gebrauchen können. Aber auch alles was man benötigt um ins Casino zu kommen oder um auf dem Walk of Fame hervorzustechen muss im Koffer landen. So dies ist dann der letzte Eintrag aus Deutschland und vor dem Urlaub. Beim nächsten mal melde ich mich aus Los Angeles.



Bis bald Frederic

Die Reise hat begonnen

Montag, 26.08.2013

Heute ging es bereits früh los. Um 6:30 Uhr haben wir den Zug vom Wanne-Eickel Hauptbahnhof zum Düsseldorf Flughafen genommen. Nach kurzem Besuch beim Zoll und einem sehr unproblematischem Check in haben wir uns dann auch sehr zügig zu unserem Gate begeben. Die nächste für uns gute Nachricht war, dass der Flieger sogar 10 Minuten eher als angegeben abfliegen würde. Dadurch hatten wir nur eine sehr kurze Wartezeit und konnten sehr schnell ins Flugzeug einsteigen. Wir hatten zwei Plätze am Fenster und kurz nach dem Abflug habe ich mich dann nochmal ins Reich der Träume verabschiedet. :-) Nach knapp zwei Stunden wurde ich dann auch wieder wach und wurde von der Kabinencrew mit dem Mittagessen überrascht. ( Hühnchen mit Gemüse und kartoffelgratin). In der folgenden Zeit vertrieben wir uns diese mit dem Bordprogramm. Es wurden mehrere Filme gezeigt, von denen wir uns berieseln ließen. Unter anderem von Iron Man 3, Pitch Perfekt und Safe Heaven wurde uns die Flugzeit verkürzt. Zwischendurch bekamen wir immer wieder die Aufmerksamkeit der Stewards und bekamen Eis, Sandwiches und jede Menge Getränke. Inzwischen sind wir auf dem Landeanflug auf den größten Flughafen der Welt in Atlanta und werden uns dort der Einreiseprozedur unterziehen. Unser Anschlussflug wird um 16:15 Uhr Ortszeit weiter gehen. In Atlanta sind wir sechs Stunden vor der deutschen Zeit, sodass wir eigentlich schon frühen Nachmittag haben und dies auch merken... So wir landen gleich und das ipad muss weg...



Zack und schon haben wir amerikanischen Boden unter den Füßen und dürfen hier unseren Urlaub verbringen. Die Einreise war relativ unkompliziert. Zwar mussten wir nach dem Aussteigen aus dem Flieger zunächst mehrere Sicherheitsschranken passieren und sämtliche Fragen zum Grund des Aufenthalts und zur eigenen Person preisgeben, doch alles in allem war es nur viel Lärm um nichts. Eine einzige kleine Schrecksekunde gab es dann allerdings doch für Ann-Kristin. Sie wurde vom Zoll als Stichprobe gebeten in einem separaten Raum sich genauer untersuchen zu lassen. Im Nachhinein eine echt witzige Aktion, doch in dem Moment konnte man ihr Herzklopfen bestimmt bis nach Düsseldorf hören :-). Doch der Zöllner hatte wie gesagt (leider :-) ) einen guten Tag und ließ sie ohne größere Probleme dann wieder gehen. Nachdem wir unsere Koffer dann wieder aufgegeben hatten durften wir mit dem ZUG innerhalb des Flughafens einige Stationen fahren um zu unserem Gate zu gelangen. Und dieses Gate ist ungelogen fast genauso groß wie der gesamte Düsseldorfer Flughafen. Nur das die hier sechs !!! von denen haben. Wir warten jetzt noch ein paar Minuten ehe es dann auf die letzten viereinhalb Stunden Flugzeugreise geht und dazu nochmal drei Stunden weiter zurück als hier in Atlanta.



Also ich melde mich in LA wieder



Bis bald Frédéric



 

Ein Mietwagen...und nun?

Montag, 26.08.2013

Ja schon alles sehr aufregend hier. Nachdem wir ca. 1 Stunde für unseren Mietwagen anstehen mussten haben wir ihn dann doch bekommen. Einen weißen Chevrolet SUV. Der erste Eindruck war sehr positiv. Doch sobald wir vom Parkplatz der Autovermietung runtergefahren waren, wussten wir nicht wohin. Nicht nur das die Ampeln hier hinter der Kreuzung stehen und die Straßen auch mal sechs Spuren in eine Richtung haben können, sondern auch die Beschilderung und die Nummerierung sind hier sehr eigen. Auf der Suche nach unserem Hotel sind wir die Vermont Ave bestimmt drei mal in beide Richtungen abgefahren bis wir herausgefunden haben, dass diese nochmals in North und South unterteilt ist. Doch als Kind des Ruhrgebiets kann einen der dichte Stadtverkehr von LA nicht Schocken und so sind wir dann nach insgesamt knapp 23 stündiger Reise endlich am ersten Ziel angekommen. Jetzt erstmal ab ins Bett, da wir morgen bereits um 10 Uhr Tickets für die Warner bros. Studios haben. Also werden wir mal schlafen gehen.



Bis bald Frederic

This is Hollywood !!!

Dienstag, 27.08.2013

Es ist morgens in Los Angeles. Die Uhr zeigt 3:23 Uhr an und Ann-Kristin und ich können nicht mehr schlafen. Unsere innere Uhr sagt uns, dass es längst hell sein muss und der Tag schon weit fortgeschritten sein müsste, doch die Uhr lügt nicht. Das muss er sein dieser "Jetlag" von dem alle immer erzählen. Doch wir zwingen uns dazu noch ein wenig die Augen zuzumachen, was Ann-Kristin jedoch wesentlich besser gelingt als mir. Tja so ein Beamter kann halt zu jeder Tages-und Nachtzeit schlafen. Doch um 7 Uhr konnte ich nicht mehr im Bett liegen und bin aufgestanden. Wir packten alles ein was wir für den langen Tag in Los Angeles brauchen würden ein und gingen uns unser typisch amerikanisches Frühstück abholen. Schale Cornflakes, einen Saft und ein viel zu süßes Stück Gebäck. Immerhin gab es auch frisches Obst...!


 

Nach der kurzen Stärkung mussten wir dann auch bereits das Motel verlassen und uns auf den Weg zu den Warner Brothers` Studios machen, wo wir eine Studio Tour für zehn Uhr gebucht hatten. Da wir den Verkehr bisher nur von Sonntag Nacht kannten waren wir sehr zeitig unterwegs um pünktlich da zu sein. Wir kamen allerdings so gut durch den Verkehr, dass wir uns noch ein wenig auf eigene Faust an den Studios umschauen konnten, ehe unsere Tour begann. Zunächst wurde uns ein kleiner Film gezeigt, der die größten Momente aus Warner Brother Produktionen zeigte, ehe wir zu zehnt in übergroßen Golfcars Platznehmen durften und die nächsten zwei Stunden durch die Studios gefahren wurden. Dabei erzählte uns unser Führer "Bob" alles Wissenswerte über die Studios. Neben diversen Sets aus bekannten US-Serien wie "Friends" oder "The big Bang Theory" waren sehr viele originale Exponate aus bekannten Szenen ausgestellt. So waren unter anderem die Kostüme aller Harry Potter Figuren und die Autos aus den Batman Filmen zu sehen, aber natürlich noch sehr viel mehr. Außerdem kamen wir an vielen bekannten Drehorten vorbei, die entweder extra für einen Film oder eine TV Serie gebaut wurden, oder mehrmals eingesetzt wurden. Die Tour war insgesamt sehr interessant und hat dank Bob auch extrem viel Saß gemacht, da er an einigen Drehorten die dort entstandene Szene noch einmal nachspielte. Nach der Tour gingen wir dann noch eine Runde durch den Souvenir Shop ehe wir uns wieder auf den Weg machten. Das nächste Ziel sollte das Hollywood-Sign sein. Nach kurzer Fahrtzeit parkten wir schließlich unser Auto an einer Straße unterhalb der neun Buchstaben um einige Fotos zu schießen. Doch so richtig zufrieden waren wir damit nicht und so fuhren wir noch einige Meilen weiter, ehe wir an einer kleinen Ranch hielten und von dort einen atemberaubenden Blick sowohl auf den Schriftzug als auch auf die Stadt hatten. Hier legten wir auch noch eine kurzen Pause ein und fuhren anschließend weiter zum sogenannten "Mulholland-Drive". Dies ist der bekannteste Aussichtspunkt auf die Stadt, den wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen wollten. Nach kurzem Stop wollten wir nun aber endlich zu den Stars und Sternchen. Der Weg vom Mulholland-Drive zum Hollywood Boulevard war nicht sehr weit und so parkten wir schon bald in Nähe der "Namenssterne". Hier ließen wir uns einfach etwas mehr Zeit, da es viel zu viel zu entdecken gab. Hier hätten wir zu gerne mehr als Zwei Augen gehabt, da wir nicht wussten, ob wir uns die Sterne auf dem "Walk of Fame" oder die Gebäude und "Theaters" ansehen sollten. Neben einigen großen Stars der Film- und Musikbranche finden sich jedoch auch unzählige Namen unter den 2500 Namens-Sternen die wir noch nie gehört hatten.


 

Natürlich warfen wir noch einen Blick ins Hard Rock Cafe, den angebliche größten "Candy Store " der Welt und das Chinese Theater mit den Hand- und Fußabdrücken einiger Hollywood-Stars.


Überwältigt von den vielen Eindrücken und nach fast zweistündigem Fußmarsch auch zielich k.o , setzten wir uns kurz ins Auto um eine Kleinigkeit zu essen, ehe wir unseren "Express-Drive" durch die Stadt fortsetzten. Als nächstes steuerten wir Beverly Hills an. Die Kluft zwischen den anderen Stadtteilen und Beverly Hills ist deutlich zu spüren. Außer den großen Banken stehen hier nur edle kleine Villen/Häuser, die von schön angelegten und gut gepflegten Parks umschlossen werden. So fuhren wir in ein Parkhaus um uns noch den Rodeo Drive anzusehen. Die Parkkosten hielten sich auch mit 2,75 $ in Grenzen..... doch leider waren das die Kosten pro Viertelstunde !!! Also nix wie raus... .Wir fanden schließlich doch noch einen Parkplatz, wo wir nicht das Gefühl hatten ihn bei den Kosten gleich für ein Jahr zu mieten , und schauten uns noch die teuren Geschäfte des Drives an. Nach kurzem Parkbummel wollten wir dann doch langsam mal etwas richtiges essen und suchten uns die Adresse eines Walmarts raus um uns für die nächsten Tage mit Wasser einzudecken.


Am Ende des Tages waren wir dann beide jedoch so kaputt, dass wir nur noch ins Hotel zurück wollten und vorher nur noch kurz einen Abstecher nach McDonnald`s machten um nicht mit ganz leerem Magen ins Bett zu gehen. Im Hotel sprang ich dann noch kurz in den Pool um danach völlig platt ins Bett zu fallen. Morgen steht die erste lange Route mit dem Auto an. Es geht durch den Joshua Tree Nationalpark und bis zur Lake Havasu City. Alles in allem gute 600 Kilometer. Dehalb ab ins Bett das wir morgen wieder fit sind.


Bis bald Frédéric


 


 

Die Wüste ruft...

Mittwoch, 28.08.2013
Die Nacht war eigentlich wieder viel zu kurz. Bereits um sechs Uhr konnte ich wieder nicht mehr schlafen. Aber immerhin schon fast zwei Stunden länger als gestern, eine deutliche Steigerung. Nur Ann-Kristin schien vom Vortag so geschafft gewesen zu sein, dass sie wieder mal deutlich länger schlafen konnte als ich. Heute sollte also unsere erste längere Route anstehen. Bis zum nächsten angestrebten Hotel zeigte uns das Navi etwa 560 Kilometer an. Zwar eine wahnsinnig lange Strecke, doch hatten wir unterwegs eine Menge vor und bereits mehrere Stopps im Vorfeld eingeplant. Nach dem Auschecken und dem kurzen Frühstück im Hotel machte wir uns auch direkt auf den Weg in Richtung Osten auf der Interstate 110. Der Wahnsinn !! Typisch Amerika... Jede Fahrtrichtung bestand aus 6 (!) Spuren plus den Standstreifen und den teilweise doppelspurigen Aus- und Auffahrten, konnte man manchmal echt die Übersicht verlieren. Gefühle zwischen Angst und Erstaunen wechselten sich bei uns immer wieder ab. Doch zum Glück wurde die Straße, je weiter wir aus Los Angeles herausfuhren immer kleiner und dafür qualitativ besser. Unseren ersten Stopp hatten wir für ein Outlet Center vorgesehen, welches sich direkt auf unserem Weg befand eingeplant. In Ontario fuhren wir also von der Interstate ab und waren direkt da. Das "Ontario Mills Outlet Center" war absolut riesig. Eigentlich wollten wir nur kurz reinschauen und dann direkt weiterfahren, doch die Outlets (und die Preise...;-) ) ließen uns keine Chance. Wir verlängerten unseren Aufenthalt kurzer Hand um eine Stunde und stöberten munter durch die Outlets von Abercrombie, Hollister, Nike und American Polo. 
 

 
Unsere Ausbeute war auch dem entsprechend gut und wir mussten uns gegenseitig zur Beherrschung ermahnen um das gesteckte Tagesziel zu erreichen. Also machten wir uns gegen 12 wieder auf den Weg, ohne auch nur die Hälfte des Centers gesehen zu haben. Unser nächstes Ziel sollte dann schon der "Joshua Tree Nationalpark" sein. Ca. 100 Meilen trennten uns von ihm, doch auf diesen 100 Meilen musste Ann-Kristin einiges ertragen, da ich durch meine Geschwister durch Kurzmitteilungen immer wieder über das Ergebnis von Schalke auf dem laufenden gehalten wurde. Die leichten Stimmungsschwankungen wurden aber durch die Landschaft gut überspielt, die immer wüstenähnlicher wurde. Bald bogen wir auch endlich ab von der Interstate, und fuhren auf einen Highway.






DAS IST AMERIKA !

So hatten wir uns das vorgestellt. Eine Straße... keine Autos vor oder hinter einem... Ab und zu entgegenkommende Riesentrucks... Zum schwärmen schön. Natürlich rechts, links, vorne und hinten nichts als Berge, Sand und Steine. Bald erreichten wir auch endlich den Eingang zum Nationalpark wo wir ausstiegen und direkt den Duft eines frischen Saunaaufgusses in der Nase hatten. Im Visitor Center kauften wir uns einen Jahrespass für alle Nationalparks und fuhren los. Keine 2 Meilen nach der Einfahrt begannen auch schon die riesigen Felder mit den berühmten Joshua Trees und den absolut markanten Felskombinationen. Wir machten einige Stops um Fotos zu machen und ein wenig von der Straße ab in die Wildnis zu wandern.


 Es war Totenstille und nur das knistern der kleinen Tiere war zu hören. An einem kleinen Parkplatz stellten wir unser Auto ab und wanderten einen 1,2 Meilen langen Rundweg, der zwischen großen Gesteinsmaßen und vielen kleinen Kakteen herführte. Es war wunderbar, aber auch brüllend heiß. In der Sonne waren es 39° Celsius und der Boden schien nochmal heißer zu sein. Generell sind die Wetterbedingungen hier sehr extrem. Während nur einige hundert Kilometer weiter westlich mit schwersten Waldbränden gekämpft wird ist hier im Park eine der Hauptverkehrsstraßen wegen Überflutung (!) gesperrt. Nachdem wir weiter durch den Park gefahren sind und uns fasziniert die Landschaft angeschaut haben, fuhren wir nach etwa 4,5 Stunden wieder aus dem Park heraus und fuhren nach kurzem Tankstopp (oje sehr kompliziert...) weiter in Richtung Ziel, nach Lake Havasu City. Die letzten knapp 220 Kilometer fuhren wir fast nur geradeaus. Gegen kurz vor Acht erreichten wir ziemlich geschafft endlich unser Hotel. Es war bereits dunkel geworden und wir wollten eigentlich nicht mehr viel machen. Nur der Hunger trieb uns nochmal raus. Ein sehr ereignisreicher Tag ging zu Ende. Morgen wollen wir uns ein wenig hier in der Stadt umsehen und dann über die berühmte Route 66 nach Flagstaff fahren. 

So ab ins Bett...
 


Bis bald Frederic.


 


 


 

lake havasu city

Donnerstag, 29.08.2013
Eintrag nur für die Markierung auf der Karte.

London Bridge und Hitzeschock

Donnerstag, 29.08.2013

Guten Morgen Amerika.... Leider war unsere Nacht wieder bereits um 6:30 Uhr beendet. Mein Körper will es einfach nicht verstehen, dass die Uhren hier einfach anders ticken. Doch hat es ja auch was positives, da wir so einfach mehr Zeit für die geplanten Tagesaktivitäten haben. Draußen schien schon leicht die Sonne, und da wir auf Grund undefinierbarer Gerüche aus der Klimaanlage diese ausgelassen hatten, war es im Zimmer bereits brüllend heiß. Das Termometer spuckte uns 34°Celsius aus... Und das um halb sieben... Schonmal ein Vorgeschmack auf den Tag. Wir begannen den Tag mit einem "ausgewogenen" Frühstück. Waffeln, Muffins, Süße Flakes und Toast, mehr steht hier nicht zur Auswahl. So kann der Tag doch starten. Bevor wir aus unserem Hotel auscheckten, sprangen wir noch zur Abkühlung kurz in den Pool, ehe wir uns auf den Weg machten.

Da wir gestern ja erst im dunkeln angekommen waren, wollten wir doch wenigstens einen groben Überblick bekommen, wo wir hier eigentlich so waren. Nun ja für eine Stadt mitten in der Wüste muss man sagen ist Lake Havasu City echt schön. Der See an dem die Stadt gebaut ist bringt wenigstens ein bisschen Günes in die steinige Landschaft. Bekanntester Punkt von Lake Havasu City ist die originale London Bridge. Diese hatte die Stadt in den 1960er Jahren in einer Auktion ersteigert und von London aus Stein für Stein nach Amerika schiffen lassen. So hatten wir heute also auch noch einen kurzen Städtetrip nach London. Das Termometer war inzwischen auf über 39° gestiegen doch es kam uns noch viel heißer vor. Also suchten wir bald wieder "Schutz" im klimatisierten Auto und machten uns auf den Weg nach Norden. Auf der Interstate 40 fuhren wir einige Meilen ehe wir ein weiteres Highlight unserer Route erreichten. Kingman... Hier steht das historische Museum der vielleicht bekanntesten Straße der Welt.... der Route 66...


 

Fortsetzung folgt...


 

Route 66, der Weg ist das Ziel

Donnerstag, 29.08.2013

Die einst längste Straße, die den Osten der USA mit dem Westen verbunden hatte lag nun also vor uns. In Kingman fuhren wir von der Interstate runter und machten am Visitor Center halt. Hier steht ein Historisches Museum mit vielen Bildern und Exponaten der Strecke. Natürlich lassen sich auch Souvenirs in allen erdenklichen Formen kaufen. Mit der Route 66 wird heute viel Geld gemacht. Nachdem wir uns alles angeschaut und genug Fotos geschossen hatten, ging es dann auch los. Eine herrliche Strecke. Immer wieder kommen einemGruppen auf Motorrädern entgegen und ab und zu fährt auch noch ein Truck auf der Straße. Alle paar Meilen erinnern einen große Schilder daran, dass man sich auf der Historic Route 66 befindet. Die Strecke die wir eigentlich fahren wollten, zog sich über ca. 85 Meilen.

Auf diesem Stück wurde die eigentlich trockene Wüste jedoch zwischendurch sehr grün. In einem von Bergen eingekreisten Gebiet, erwischte uns dann auch ein schon ziemlich heftiger Regenschauer, der das Thermometer schlagartig um 15 Grad fallen ließ. Doch nach diesem Stück war das Wetter wieder wie ausgewechselt und die Sonne strahlte wie zuvor. Bald kamen wir in Seligman an, wo die Route 66 gegründet wurde. Der Bundesstaat Arizona ist besonders stolz auf diese Straße und wirbt daher auf fast allen Nummernschildern mit ihr und dem Grand Canyon. In Seligman stehen noch alte Saloons und Tankstellen, die an das Flair von früher erinnern sollen. Durch den Bau der Interstates wurde die Straße immer unwichtiger. Da uns die Fahrt auf der Route 66 so gut gefallen hatte beschlossen wir, anstatt auf die Interstate zurück zu fahren, noch ein weiteres Stück zu bleiben. Da kaum Autos unterwegs waren konnte man die Aussicht sehr gut genießen. Die nächste und letzte Möglichkeit wieder auf die Interstate zu fahren war Ash.

Bis hierher war es eine tole Strecke und sehr empfehlenswert. Von Ash aus fuhren wir dann noch mal weitere 55 Meilen um an unserem Zielort Flagstaff anzukommen. Gegen vier checkten wir ins Hotel ein und machten uns sogleich wieder auf den Weg. Nach kurzem Stop an der Mall, die uns beiden jedoch nicht gefiel und so fuhren wir weiter zur historischen Downtown. Hier fanden wir schöne alte Häuser die an den Wilden Westen erinnerten und kleine Pubs. Wir gingen zum Abschluss des Tages noch im Galaxy Diner typisch amerikanisch essen . Ann mi leckerem Ceasars Salad und ich hab mir `nen schönen American Cheeseburger gegönnt. Also mit billigem Ketten-Fast-Food echt nicht ansatzweise zu vergleichen. Ja und jetzt liegen wir im Hotel und werden auch bald schlafen gehen, da wir morgen zum Grand Canyon fahren werden, und daher viel zu sehen haben. Also müssen wir fit sein. Da Ann ja eh wieder schlafen kann so lange sie lustig ist und ich wieder um sechs oder so wach werde muss ich also eher einschlafen... Doofe Logik ich weiß aber egal ;-)


Also morgen melden wir uns aus Page mit hoffentlich atemberaubenden Bildern vom Canyon


Bis bald Frederic


 

Big, bigger, Grand Canyon

Freitag, 30.08.2013
Wie bereits in den letzten Tagen, war unsere Nacht gegen sechs vorbei. Doch heute sollte dies mal nicht so schlimm sein, da wir ein komplett voll gepacktes Programm hatten. Heute stand auf dem Plan, dass wir zum Grand Canyon National Park fahren und uns dort wohl eines der bekanntesten und berühmtesten Naturwunder der Erde anzuschauen. Doch noch waren wir ja in Flagstaff, wo wir mit dem üblichen Frühstück in den Tag starteten. Gegen 8:30 Uhr machten wir uns dann aber wieder mit dem Auto auf den Weg.
 

 
Wir fuhren von Flagstaff aus ca. 80 Meilen auf dem Highway 180 in Richtung Norden , bis wir am Eingang des Nationalparks ankamen. Unterwegs fuhren wir wie bereits in den letzten Tagen durch nahezu unberührte Natur, bis auf den kleinen Unterschied, dass es diesmal keine Wüste oder Prärie war die uns umgab, sondern dichter Nadelwald. Alle paar Meilen wiederholten sich die Warnschilder vor kreuzenden Wildtieren. Leider sahen wir unterwegs auch mehrere überfahrene Tiere wie Stinktiere oder Eichhörnchen , die von Autos erfasst wurden. Doch die Strecke war wunderschön. Immer wieder erhoben sich rot leuchtende Felsen zwischen den Bäumen, die in der Sonne leuchteten. Die 80 Meilen vergingen trotz einiger Fotostops wie im Flug. Als wir dann am Park angekommen waren und uns kurz im Visitor Center die nötigsten Informationen und Karten geholt hatten, machten wir uns direkt zum Parkeingang auf. Wir hatten die Wahl mit dem eigenen Auto in den Park zu fahren oder die kostenlosen Shuttlebusse zu nutzen. Da wir zwar im Südeingang in den Park fahren wollten, aber im Osten wieder heraus , wären die Busse definitiv zu umständlich gewesen, weshalb wir mit dem Auto fuhren. Der Eingang war relativ voll, und so mussten wir einige Minuten warten. Doch dann waren wir endlich drin. Keine 500 Meter nachdem wir den Eingang passiert hatten, sagte Ann dann (ich zitiere!): "Oh Achtung hier kreuzen Elche die Straß... AOOOOOOOOOOHHHHHH!" Jetzt darf jeder mal raten was passiert war.
 

 
Natürlich standen bereits mehrere Elckühe auf der Straße und ließen sich weder von den anhaltenden Autos, die Fotos schießen wollten, noch von den vorbeibrausenden Bussen stören. Wir fuhren tiefer in den Park hinein, um zum sogenannten "South Rim" zu kommen. Hier parkten wir unser Auto und machten uns zu Fuß auf weiter. Bereits von weitem stockte uns der Atem. Kein Foto der Welt kann diese Weite und Tiefe ausdrücken. An der Kante entlang führte ein Wanderpfad, der zwei der vielen Aussichtspunkte miteinander verband. Dieser gut 2 Kilometer lange Weg lag genau zwischen dem Abgrund auf der Rechten und dichtem Wald auf der linken Seite. Immer wieder wurde auf Tafeln auf spezielle Felsformationen hingewiesen oder über das Entstehen des Canyons berichtet.
 
 
Unterwegs hielten wir immer wieder an Aussichtspunkten an, die immer wieder einen anderen Blick ins Tal zuließen. Am Rand herrschte gespenstige Stille und es ging auch so gut wie kein Wind, der die Luft etwas hätte abkühlen können. Am zweiten Aussichtspunkt angekommen, füllten wir nur unsere Flaschen mit frischem Canyon-Quellwasser auf und machten uns auf den Rückweg. Am Auto angekommen waren wir ziemlich geschafft. Die schwül warme Luft, die brennende Sonne und die 4 Kilometer Fußweg waren enorm anstrengend. Wir fuhren mit dem Auto noch weitere 3 Aussichtspunkte an . Immer wieder standen Elche an der Fahrbahn oder es kreuzten große Eichhörnchen den Weg. Nach etwa 5,5 Stunden machten wir uns auf , den Park in Richtung Ostausgang zu verlasen, da ja noch etwa 130 Meilen vor uns lagen. Bereits vorher wussten wir, dass der eigentlich geplante Weg auf Grund eines Erdrutsches unpassierbar war, und wir einen 30 Meilen großen Umweg in Kauf nehmen mussten.
 

 
Dieser führte uns direkt durch die Navajo-Nation-Reservation. Dies ist ein Gebiet was noch heute den Indianern gehört, die hier auch noch immer wohnen. Oft sehr spartanisch in selbst gebastelten Hütten, vor denen ein ausrangierter Wohnwagen als Anbau diente. Die Strecke war landschaftlich ebenfalls sehr schön, zog sich zum Ende hin aber sehr, da wir beide total geschafft waren. Außerdem bemerkten wir, dass wir uns beide übelst das Gesicht und den Nacken verbrannt hatten. Das wird die nächsten Tage in der Wüste noch spannend. Gegen sechs erreichten wir dann endlich unser Ziel "Page" am Lake Powell. Wir gingen noch schnell etwas bei "Jack in the Box" (einer amerikanischen Fastfoodkette) essen und fuhren ins Hotel. Zum Glück steht morgen mal keine weite Autofahrt an. Wir werden uns am Lake ein wenig umsehen und uns den Antelope Canyon und die Horseshoe bend ansehen. Mal schauen was sonst so passiert. So wie gesagt bin völlig ko. und geh jetzt schlafen .

Bis bald Frederic


 


 


 


 


 

Page und Umgebung. Der östlichste Punkt ist erreicht...

Samstag, 31.08.2013
Bereits gestern sind wir ja nachdem wir durch den Grand Canyon Nationalpark gefahren waren, weiter auf dem Highway 89 in Richtung Norden, quer durch Indianergebiet bis nach Page gefahren. Heute stand keine längere Tour auf dem Programm, sondern wir wollten uns die vielen Sehenswürdigkeiten in und um Page herum näher anschauen. Zunächst hatte ich ein wenig bedenken, ob wir hier einen Tag mit Inhalt füllen können, doch am Ende des Tages muss ich sagen, dass sich hier auch eine Woche Urlaub machen lässt ohne das es einem langweilig wird. Wir begannen unseren Tag wie immer relativ früh mit dem Frühstück, welches auch hier im Bundesstaat Arizona nicht anders als in Kalifornien ausfällt. Das Übliche halt: Waffeln, Toast, Muffins etc. Danach war unser Plan zum Antelope Canyon zu fahren, da uns dieser bereits in Deutschland aufgefallen und zu den Top Zielen unseres Urlaubs hinzugefügt wurde. Beim Frühstück unterhielten wir uns mit zwei netten Amerikanerinnen, die uns noch einige nützliche Tipps für die nächsten Tage mit auf den Weg gaben. Wir bekamen mit, dass die Touren durch den Canyon (Alleine geht es nicht, sondern nur in Verbindung mit einem Navajo-Indianer als Führer) im Moment sehr ausgebucht seien.
 
 
 

 
Wir beschlossen einfach vor Ort nachzufragen und machten uns auf den Weg zum Canyon, der sich nur einige Meilen vor der Stadt befindet. Dort angekommen mussten wir uns noch zwischen dem sogenannten "Upper" und "Lower" Canyon entscheiden. Bei den extrem hohen Eintrittspreisen, beschlossen wir uns nur einen anzusehen. Kurzerhand entschieden wir uns für den "Upper Antelope Canyon" und mussten auch nur einige Minuten warten, ehe eine Tour startete. Mit ca. 12 Personen fuhren wir in einem offenen Jeep zunächst eine Viertelstunde durch ein sehr sandiges und trockenes Flussbett. Rechts und links türmten sich bereits Rote Sandberge auf die Felsen sehr ähnlich sahen. Nach etwa 5-6 Meilen erreichten wir schließlich den Eingang zum Canyon. Unsere Führerin erzählte uns wie diese Canyon zustande kommen, und dass sie immer noch wachsen, da sie nur aus zusammengepresstem Sand bestehen und bei jeder "Flash Flood" einige Millimeter an Canyon dazukommen. Der Antelope Canyon ist ein Slot Canyon und war wunderschön. Auf einer Strecke von ca. einer halben Meile ging es um enge Gassen und an großen Felsen vorbei. Immer wieder zeigte uns die Indianerfrau Felsen in die gewisse Figuren hinein interpretierbar waren, oder wo die besten Fotos zu machen waren. Die Tour dauerte ca. 1,5 Stunden ehe wir wieder am Parkplatz abgesetzt wurden. Der Himmel war leicht zugezogen, was unseren halb garen Gesichtern vom Vortag echt gut tat.
 
 
 
Nächster Stop auf unserer Liste sollte die Horseshoe bend sein. Wir fuhren wiederum nur etwa 10 Meilen in Richtung Colorado River um dort unser Auto abzustellen und ca. 1,5 Km über Stock und Stein in die Wildnis zu wandern. Wir gingen auf eine Klippe zu, wo es bestimmt 150 Meter in die Tiefe ging und keine Absperrung vorhanden war. Der Ausblick war gigantisch. Wie auf dem Foto zu sehen macht hier der River eine 270° Wende um einen hohen Felsen. Der Blick war mindestens genauso überwältigend wie der Canyon zuvor. Man bekam nur vom runterschauen allein weiche Knie und ging automatisch wieder einen Schritt von der Kante weg. Hier machten wir einige Minute Rast ehe wir den Rückweg zum Auto antraten. Inzwischen war die Sonne wieder rausgekommen, doch es kündigte sich in der Ferne bereits ein Gewitter an, welches jedoch zum Glück erst spät Abends auch wirklich ausbrach. Nach kurzer Mittagspause und einem Skype Telefonat mit meinen Eltern fuhren wir nun in Richtung Lake Powell, der sich ebenfalls bei Page befindet.befindet.
 

 
Wir machten halt am Glen Canyon Damm, der in den sechziger Jahren erbaut wurde und für den See verantwortlich ist. Hier schwingt sich auch die schöne Brücke über die Schlucht des Colorado. Hier besuchten wir zunächst das Visitor Center und gingen natürlich auch zu Fuß über die Brücke. Bis der Lake Powell nach Fertigstellung des Damms zum ersten Mal voll mit Wasser war gingen über 30 Jahre ins Land !!! Vom Damm aus fuhren wir noch ins angrenzende Glenn National Reservoir um am See ein wenig am Wasser zu sitzen und die tolle Aussicht sowie das Wasser zu genießen. Inzwischen war es sechs Uhr und wir waren obwohl wir keine lange Autofahrt hinter uns hatten trotzdem geschafft und fuhren zum Hotel zurück.
 
Den ganzen Tag über hatten wir mit hohen Kragen und Mützen versucht unseren Sonnenbrand in den Griff zu bekommen. Bei über 40 Grad war dies jedoch nicht immer angenehm und so sprangen wir am Hotel angekommen in den Pool um unsere Körpertemperatur wieder in annehmbare Größen zu bringen. am Ende des Tages hatte ich mir dann noch vorgenommen, endlich ein echtes "American Ribeye steak" essen zu gehen.
 

 
Der absolute Wahnsinn !! Ja so ging ein wundervoller Tag mit ganz vielen neuen Eindrücken zu Ende. Morgen wird wieder gefahren. Wir verlassen Page und Arizona in Richtung Utah und en Zion National Park. Insgesamt werden es ohne Stops wieder ca. 350 Km Strecke sein, gespickt mit vielen tollen Landschaften. Dazu verlieren wir in Utah eine zusätzliche Stunde, da wir in eine andere Zeitzone fahren. Also viel vor und trotzdem keine Zeit :-)

 
So dann mal ab in Bett mit tollen Bildern von heute und voller Vorfreude auf Morgen.


Bis bald Frederic


 

Zion National Park: Awesome !!! (Teil 1)

Sonntag, 01.09.2013
 Nachdem wir gestern keine Strecke zurücklegen mussten und uns die Region in und um Page angesehen haben, stand heute wieder ein Stück unserer Rundreise an. Als Ziel des Tages hatten wir uns den Ort Mesquite ausgesucht, der als letzte kleine Oase in der Wüste vor Utah gilt. Jedoch wollten wir nicht einfach die 330 Kilometer durchfahren, sondern uns auf dem Weg einige Dinge ansehen. Nachdem wir gestern so fantastisch essen waren und anschließend im Gewitter von Page zum Hotel zurück gefahren waren, hatten wir nun wieder das übliche Frühstück vor uns. Im wie immer völlig überfüllten Frühstücksraum hielten wir dies wiedermal sehr kurz, und machten uns auch bald mit dem Auto auf den Highway 89 North auf, um in Richtung Zion Nationalpark zu fahren, den wir auf dem Weg nach Mesquite durchfahren wollten.
 
 
Bereits nach etwa 40 Kilometern erreichten wir Kanab, wo wir eigentlich nur den Highway wechseln mussten. Aus einem Reisebericht bekamen wir jedoch den Tipp hier einen Stop einzulegen und "Danny's Wigwam" zu besuchen. Ohne groß zu suchen stach der eigentliche Souvenir-Shop auch heraus. Direkt an der Straße gelegen sah der Laden von außen genau wie ein alter Western-Saloon aus. Im inneren waren hunderte Hüte, Souvenirs und ausgestopfte Wildtiere, die ein absolutes Western-Flair erzeugten. Wir gingen kurz durch den Laden und fuhren danach auch direkt weiter, da Kanab ansonsten wirklich gar nichts zu bieten hatte. Inzwischen waren wir im Bundesstaat Utah, wo wir eine weiter Zeitzone durchbrachen. Hier hatten wir wieder eine Stunde weiter als noch in Arizona oder Kalifornien. Da wir allerdings nur den Nachmittag hier verbrachten, verzichteten wir auf die Umstellung der Uhr. Wir fuhren weiter in Richtung Norden um in Mount Carmel den Highway in Richtung Zion National Park zu wechseln.

 

Der Park ist ein eher kleiner National Park von dem wir vorher eigentlich am wenigsten wussten. Daher gingen wir fast ohne Erwartungen herein und folgten lediglich einem Reiseführer, dass sich viele Fotostops bieten würden und einige schöne Trials zu wandern sind. Im Park selber lässt sich mit dem Auto nur die Route in den Süden befahren. Um in den Canyon zu gelangen müsste man in einen Shuttle-Bus umsteigen, was wir jedoch nicht vor hatten. Als besonderer Empfehlung folgten wir dem Tip, dass sich die Wanderung zum Zion Canyon Overlook besonders lohnen würde, jedoch hierfür nur eine Hand voll Parkplätze zur Verfügung stehen und diese meist voll seien. Doch das Glück meinte es gut mit uns und so bekamen wir direkt bei der Ankunft einen Parkplatz. Bepackt mit ausreichend Wasser (40° Celsius ) und Kameras machten wir uns auf den Weg. Und dieser ist echt nix für schwache Nerven!

Er führte etwa 1,5 Kilometer immer an einer stark abschüssigen Klippe entlang und war nur an wenigen Stellen mit Geländern abgesichert. Auch durfte man keinen geplanten Weg erwarten. Bei manchmal nur etwas mehr als einem Meter Breite ging es über Felsen umgestürzte Bäume und ausgetrocknete Bäche. Immer mit einem bestimmt 50 Meter tiefen Abhang links von einem und fast Schattenfrei. Doch der beschwerliche Weg hatte sich absolut gelohnt. Belohnt wurden wir mit einem Ausblick auf den Zion Canyon wie es ihn bestimmt an keinem zweiten Punkt gibt. Der Blick in die Berge und das Tal welches dicht bewaldet war, entschädigte zehnmal mehr für den schwierigen Aufstieg. Sehr interessant waren einige Leute, die diesen Weg mit Flip Flops gingen, wo wir mit Festen Schuhen schon einige Probleme hatten. Auf dem Rückweg sahen wir immer wieder einige Wildtiere wie Streifenhörnchen oder Dickhornschafe. Nach einer guten Stunde kamen wir wieder am Auto an und mussten durch einen knapp 2 Kilometer langen Tunnel durch den Canyon fahren. Auf der anderen Seite hatten wir uns eigentlich noch einen weiteren Trial ausgesucht, doch verpassten wir leider den Parkplatz, und fuhren unbeabsichtigt wieder aus dem Nationalpark heraus. Da die Schlange am West Entrance sooooo lang war, beschlossen wir auf diesen zu verzichten und unterwegs nach geeigneten Stops zu suchen. Nach Mesquite waren es noch etwa 120 Meilen...


 


 

Peach Days und Jacuzzi (Teil 2)

Sonntag, 01.09.2013

Nachdem wir den Park verlassen hatten und uns in Richtung Mesquite aufmachten, konnten wir wieder einmal eine Traumhafte Landschaft genießen. Der Highway schlängelte sich für einige Meilen zwischen den Bergen hindurch. Für eine lange Zeit fuhren wir parallel zum Virgin River, der ebenfalls aus dem Zion herauskommt. Der nächste "größere" Ort den wir vor uns hatten, war Hurricane. Eigentlich hatten wir nicht geplant hier zu halten, doch zum einen war es inzwischen halb drei und wir hatten doch etwas Hunger, und zum anderen sahen wir als wir in den Ort fuhren, dass hier an diesem Wochenende die sogenannten Peach days stattfanden. Dies ist ein Fest was an die Geschichte der Stadt Hurricane erinnern soll, und eigentlich die Cranger Kirmes des Wilden Westen zu sein scheint. Viele Stände mit unterschiedlichen Essensangeboten, Kinderkarussells und Verkaufsstände gepart mit Show-Bühnen und Live Musik. Wir vertraten uns ein wenig die Beine entschieden uns dann jedoch dazu im Whendys Restaurant eine Kleinigkeit zu essen. Doch zu lange wollten wir uns nicht aufhalten, obwohl wir eigentlich genug Zeit hatten, da wir nur noch etwa 90 Kilometer vor uns hatten. Auf dem Weg nach Mesquite fuhren wir wieder ein Stück Interstate, sodass die Landschaft hier nicht so interessant war und wir zügig voran kamen. So erreichten wir Mesquite bereits gegen halb fünf und checkten ins Hotel ein. Das Eureka Hotel and Casino. Wow ! Das bisher beste Hotel unserer Rundreise, dabei hatten wir das eigentlich spontan aus dem Bauch heraus gebucht, da es so günstig war. Doch die Riesenzimmer und der Poolbereich waren beeindruckend. Da die Stadt an sich nicht viel zu bieten hat außer Casinos, und wir diese in den kommenden Tagen in Vegas zu Hauf haben werden, machten wir einen Abstecher zum Pool mit eigenem Jacuzzi. Klar wer würde nicht auf die Idee kommen, bei 42° in einen 45° warmen Jacuzzi zu steigen. Logisch oder? Leider wurden wir bald vom Hotelpersonal gebeten den Pool zu verlassen. Nicht etwa weil Ann-Kristin sich mal wieder nicht benehmen konnte und wild rumgegröhlt hätte, sondern weil ein kräftiges Gewitter aufzog und ein Poolbesuch zu gefährlich war. Also gingen wir aufs Zimmer und warten nun dass es wieder aufhört zu regnen, dass wir uns noch ein wenig in der Stadt umsehen können. Also hoffen wir mal, dass es nicht mehr lange dauert. Ich meld mich dann bald wieder aus Las Vegas !


Bis bald Frederic


 

Ne Runde Bowling zum Ausklang...(Teil 3)

Sonntag, 01.09.2013

Nach dem wieder einmal sehr aufregenden Tag, waren wir gerade im Casino noch ne Runde bowlen. Quasi amerikanischer Volkssport Jetzt aber ab ins Morgen wartet neben der Fahrt nach Las Vegas auch noch ein Flugzeug Rundflug über die Stadt und den Grand Canyon auf uns.



Bis bald Frederic



 



 



 



 



 

Las Vegas verleiht Flügel !

Montag, 02.09.2013

Ohne schon zu Beginn des Blogeintrags alles vorweg nehmen zu wollen, kann ich sagen, dass dieser Tag der gewesen ist, der uns am Meisten abverlangt hat, aber auch zugleich wahrscheinlich am meisten begeistert hat. Aber der Reihe nach. Nach unserer gestrigen spontanen Bowlingrunde im Eureka Casino von Mesquite, hatten wir uns ewas mehr Zeit im Bett gegönnt. Da wir für unser Tagesziel nur ca. 1,5 Autostunden vor uns hatten, in Las Vegas aber erst um 13:30 Uhr am Hotel für unseren Rundflug abgeholt wurden, war es kein Problem, dass wir heute relativ spät (erst gegen 9:15 Uhr) in Mesquite aufbrachen.Diesmal hatten wir kein Frühstück dabei, sodass wir direkt nach dem auschecken abfahren konnten. Mesquite besteht eigentlich nur eus einem großen Hotel und mehreren Casinos drum herum, daher war der Weg zur Interstate auch kein besonders weiter und wir fuhren weiter in Richtung Westen. Die Landschaft war diesmal nicht besonders schön, doch dafür war das Tempolimit bei 75 Meilen (etwa 120Km/h) relativ gut, sodass wir bald schon über den Hügeln von Las Vegas unser Hotel, den Stratosphere Tower erblicken konnten. Keine 15 Minuten später waren wir auch schon auf dem Las Vegas Boulevard gelandet und standen an unserem Hotel. Nun hatten wir also noch knapp drei Stunden Zeit, konnten aber so früh noch nicht einchecken. Also beschloßen wir, eines der beiden Premium Outlets von Las Vegas aufzusuchen. Nur wenige Minuten vom Hotel entfernt parkten wir auf einem riesigen Parkplatz, der zu einer Mall gehörte die das Centro wie einen Tante Emma Laden aussehen lassen würde. Auf dem Plan suchten wir uns die für uns interessanten Läden heraus und machten uns auf den Weg durch den riesigen Konsumtempel. In einige Geschäfte schauten wir rein, doch bis auf das Adidas Outlet konnte keiner mit den riesen Rabatten glänzen und uns bekehren. Als wir die Mall einmal grob durchlaufen hatten, und uns kurz gestärkt hatten (Frühstück ;-) )mussten wir uns auch schon wieder in Richtung Stratosphere Tower aufmachen, um unseren Bus Shuttle zu erreichen. Über den Highway war es ein leichtes, den Weg zu finden. Pünktlich um 13:30 Uhr saßen wir also am vereinbarten Treffpunkt, wo uns unser Bus ebenfalls pünktlich aufnahm. Nun fuhren wir das erste Mal über den Strip und konnten einige der Hotels sehen. Oh mein Gott, ist Vegas eine bekloppte Stadt. Wohl gemerkt, ich meine definitiv im positiven Sinne, doch bereits der erste Eindruck war ... einfach Wow! Als wir die üblichen Gäste von Papillon (der Fluggesellschaft) eingesammelt hatten, gings auf in Richtung Boulder City, wo unser Flughafen war. Insgesamt dauerte die Fahrt ein knappe Dreiviertelstunde. Bei Ann-Kristin war deutliche Anspannung zu spüren, da sie schon einen gewissen Respekt vor dem Flug hatte. Zum Glück mussten wir am Flughafen dann nicht besonders lange warten ehe wir von unserem Kapitän eingesammelt wurden und mit ihm zur Maschine gingen. Mit sechs Passagieren an Bord flogen wir auch schon sehr bald mit einer Cesner los. Jeder hatte einen direkten Fensterplatz, sodass alle geich gut sehen konnten. Über Kopfhörer empfingen wir nützliche Informationen über die Orte die wir gerade überflogen, und diese sogar in deutsch.

Bereits nach wenigen Flugmetern fing dann das Staunen an, dass bis zum Ende des Fluges auch nicht mehr weichen sollte. Wir überflogen zunächst den Hoover Damm und den dadurch angestauten Lake Meat. Der Hoover Damm ist das schwerste Gebäude das die Menschheit je errichtet hat, und es wurde soviel Zement verwendet, dass man damit eine Straße von Ost- nach Westamerika hätte bauen können... Ja ich hab mächtig aufgepasst was? :-) Nach einer großen Runde über den See, bogen wir schließlich in Richtung Grand Canyon, eines der sieben Wetwunder ab. Und dieser Anblick war der Wahnsinn schlecht hin. In relativ geringer Höhe überflogen wir die Abgründe des einzigartigen Gebirges. Bereits vor 10 Mio. Jahren begann der Canyon sich zu entwickeln.

Über dem Coloradoriver flogen wir durch mehrere Schluchten und über beeindruckende Plateaus. Ein Anblick den man nicht mehr vergessen kann. Als wir schließlich wieder abdrehten, flogen wir dann noch über die Mojave Wüste, die Las Vegas umgibt. Auch sehr spektakulär, doch nach den Bildern des Canyon etwas schwächer. Nach der Landung war Ann-Kristin dann auch wesentlich gelöster und war ebenfalls sehr glücklich, dass wir diesen Flug gemacht hatten. Nun wurden wir zum Hotel zurück gefahren und checkten erstmal ein. Das Hotel ist riesig und wir haben ein Zimmer im 21. Stock mit Blick auf den Strip bekommen. Wir waren bereits ziemich geschafft, doch nach kurzer Pause reizte uns der Strip und die Casinos zu sehr.

Eigentlich wollten wir nur eine kleine Runde drehen, doch hatten wir die Länge des Strips etwas unterschätzet. Aber die Hotels und die Casinos sind der Wahnsinn. Las Vegas is so crazy ! So waren wir eben in Paris, Rom, und Venedig, da die Städte von Hotels im Miniaturformat nachgebaut wurden. Doch obwohl wir noch nicht alles gesehen hatten, machten wir schließlich irgendwann kehrt und gingen zum Hotel zurück, da wir zu fertig waren. Unterwegs gingen wir noch im Planet Hollywood Restaurant essen, ehe wir gegen halb zwei wieder im Hotel ankamen.

So morgen werden wir dann uns alles im hellen nochmal anschauen.

Also bis bald Frederic 

 

Viva Las Vegas

Dienstag, 03.09.2013
Oh Mann es war dann gestern Abend doch etwas später geworden, als wir gedacht hätten. Wir gingen halt immer weiter den Strip entlang, und da immer etwas neues auf uns wartete, vergaßen wir glatt wie lang wir unterwegs waren.

Die Länge des Las Vegas Boulevard ist einfach gigantisch. Bis auf die Fontänen Show am Bellagio sind wir eigentlich auch nur gelaufen. Doch nur nebenbei erwähnt, diese Show war der Hammer. Wie einige Shows von den Hotels ist die Wasserfontänen Show am Bellagio gratis, und findet alle 30 Minuten statt. Wer schon in Vegas war weiß wovon ich spreche, diese Show muss man gesehen haben. Generell ist hier so viel, was auf Fotos einfach nicht zu zeigen ist. Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben.Wie gesagt der Tag gestern war sehr lang und daher standen wir heute auch etwas später auf. Wir hatten uns vorgenommen, den gesamten Strip abzulaufen und uns einige der Hotels auch von innen anzusehen. Doch wir starteten unserenTag damit, dass wir den gratis Eintritt zum Stratosphere Tower nutzten und mit dem Aufzug in den 109. (!) Stock fuhren, wo sich neben den Fahrgeschäften auch das Observations Desk befindet. Die Aussicht von hier über die Stadt ist absolut gigantisch. Man kann die gesamte Stadt überblicken und in allen Himmelsrichtungen bis in die Berge schauen. Die Plattform ist die höchste Ausichtsplattform in ganz Amerika und mit Höhenangst besser zu meiden :-). Nachdem wir uns alles angeschaut hatten fuhren wir wieder runter um uns auf den Weg auf den Strip zu machen. Doch bereits nach wenigen Metern wurde uns klar, dass wir die frühe Mittagssonne und über 40 Grad einfach unterschätzt hatten. Wir hatten noch nicht das erste Hotel erreicht und waren Schweiß gebadet. Doch bis zum ersten Hotel welches wir uns anschauen wollten schafften wir es dann doch. Das Circus Circus sticht durch sein überdimensionales Zirkuszelt heraus, indem sich eine richtige Kirmes, mit Kamelrennen, Dosen werfen und Greifarmautomaten befindet. Hier kühlten wir uns wieder auf deutlich unter Körpertemperatur ab. Eigentlich wollten wir umdrehen da wir bei dem Wetter eh keine Chance hatten alles zu sehen, doch irgendwie schlängelten wir uns von Hotel zu Hotel und nahmen auch Umwege in Kauf nur um im Schatten laufen zu können.

Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Im Venetian war komplett Venedig in Miniatur nachgebaut. Alles war da. Nebenan im Palazzio konnte man wie in einem Palast durchs Casino laufen und das Paris Hotel versprühte echtes französisches Flair mit Eiffelturm Triumphbogen und Cafés. Zwischendurch mussten wir immer wieder Pausen einlegen um unsere Körpertemperatur zu reduzieren und die Füße zu entlasten. Wir gingen durch riesige Casinos und verspielten auch unsere ersten zwei Dollar am einarmigen Banditen. Sind leider nicht reich geworden, doch die Pause war jeden Cent Wert. Weiter ging es mit den Hotels Flamingo und dem New York New York. Hier fühlte man sich als würde man durch die Stadt laufen. Die Freiheitsstatue steht vor dem Hotel und das Casino erinnert an die einzelnen Stadtteile von New York. Von hier fuhren wir ein Stück mit einer Tram vorbei am Hotel Luxor und dem Mandalay bay um zum Las Vegas sign zu laufen.
 
Nach einigen Fotos hatten wir allerdings dann von der Sonne genug und setzten uns in den nächsten Bus der uns zum Hotel zurück brachte. Inzwischen war es ca Sieben Uhr und wir waren fix und fertig. Der Pool war leider schon geschlossen, und so machten wir Pause auf dem Zimmer. Dabei vergaßen wir etwas die Zeit und verpassten so leider das Buffet wo wir eigentlich essen gehen wollten. Also probierten wir eines der zahlreichen Restaurants des Hotels aus (Roxys) und wurden nicht enttäuscht.

Am Abend fuhren wir dann noch einmal auf den Turm, um uns Las Vegas von oben bei Nacht noch einmal anzusehen. Danach stürzten wir uns auf die Spielautomaten und brachten unsere Glückspyramide zum Rollen. Und das beste:


 

Ann-Kristin hat gewonnen! Insgesamt hat sie die Hälfte ihres Einsatzes als Gewinn oben drauf bekommen und auszahlen lassen. Gut der Einsatz betrug nur 1$. Und es hat auch erst beim sechsten $ geklappt, aber egal. Gewonnen ist gewonnen. So morgen verlassen wir diese verrückte Stadt und brechen zum tiefsten Punkt der westlichen Hemisphäre auf. Dem Death Valley. Also bis morgen. Unser Zielort heißt Lone Pine.

Bis bald Frederic.

 

 

 

 

 

 

 

 

Heiß, sehr heiß. Von Badwater bis Lone Pine. (Teil 2)

Mittwoch, 04.09.2013
 Nachdem wir die Parkeinfahrt passiert hatten, wanderte unser Blick alle paar Minuten auf das Thermometer im Auto. Wir hatten halt die Vorstellung, dass es eigentlich schlagartig heißer werden müsste. Doch zunächst passierte gar nichts. Es zeigte zunächst sogar weniger an als zuvor. Also fuhren wir bei 33° Außentemperatur los. Nach wenigen Minuten, erreichten wir das erste Schild, welches auf den Dante -View hinwies. Nach kurzem zögern, ob wir tatsächlich dort hinwollten und den knapp 35 Kilometer Umweg in Kauf nehmen sollten, waren wir auch schon unterwegs zu ihm. Verwundert reagierten wir auf das Schild "Flash Flood Damage ahead" (Flutschäden voraus). Hier sollten Schäden durch Wasser entstanden sein? Oh ja... Einige Meter weiter wussten wir was gemeint war. Die Straße musste vor gar nicht langer Zeit vom Wasser überschwemmt gewesen sein, da sie von Kies und Schlamm bedeckt war. Doch das störte unser Auto gar nicht. So ein Geländewagen braucht das ab und zu.
 
 
Am Dante View angekommen zeigte unser Thermometer dann auch bereits 39° an. Es war so heiß, dass selbst das atmen schwer viel. Der Ausblick über das Tal des Todes war gigantisch. Zwar herrscht hier eigentlich gähnende Leere und nur Gestein und einige braune Pflanzen können überleben, doch auch das war faszinierend. Wir kraxelten ein wenig die Berge entlang, und Ann-Kristin wollte anscheinend endlich auch mal als Touri erkannt werden und lies ihre Flip Flops einfach an. Die Dinger hätte man damals Reinhold Meßner geben sollen, so gut wie Ann Kristin damit kletterte. Doch allzu lange hielt es dort oben kaum ein Urlauber aus nach einer knappen halben Stunde mussten wir zurück ins Auto und trinken, da der Körper das Wasser unbedingt benötigte.


 

Wir machten uns auf den Rückweg um weiter zu fahren. Wieder auf der Hauptstraße angekommen, fuhren wir weiter. Der nächste Halt war der Zabriskie Point. Hier schaut man auf einen gewaltigen Berg, der einer Düne sehr ähnlich sieht. Das Thermometer war inzwischen auf 42° geklettert und auch hier hielt man es nicht länger als einige Minuten aus. Wieder im Auto ging es dann weiter in Richtung Badwater Basin. Es ist der tiefste Punkt der USA mit 855 Metern unter dem Meeresspiegel. Es gibt nur wenige Orte auf der Welt die noch tiefer liegen. Hier schockte uns dann unser Thermometer mit 49° Celsius. Wir wollten gar nicht so wirklich aussteigen, taten es dann aber doch. Vor uns lag eine riesige flache Ebene, die von Salzablagerungen übersäht war.

Ein Steg führte auf die offene Steppe hinaus. Eine kleine Pfütze zeigte an, dass es in den letzten Tagen geregnet haben musste. Es war so heiß, dass man kaum die Kamera festhalten konnte. Von oben prasselte die Sonne und von untern strahlte der Boden nochmals die gleiche Wärme ab. Einen so Lebensfeindlichen Ort hatten wir noch nie gesehen. Kein Lüftchen, kein Schatten, ohne Wasser würde man hier keine zwei Stunden überleben. Wir gingen nicht besonders weit hinaus. Nach einigen Fotos stiegen wir wieder ins Auto und machten uns auf den Weg nach Lone Pine. Doch der Weg war ziemlich beschwerlich. Wir mussten über die Berge vom Death Valley fahren, und legten über 3000 Höhenmeter zurück. Unterwegs machten wir nochmals Halt an einer aufgetürmten großen Sanddühne, wo es aber ebenfalls viel zu heiß für längere Wanderungen war. Also ab zurück zum Wagen und ins Hotel. Gegen halb acht kamen wir ziemlich platt am Hotel in Lone Pine an. "Lone" steht wohl als Abkürzung für alone, da hier tatsächlich nix los ist. Das Hotel ist zwar voll, doch nur mit Urlaubern die aus dem Valley kommen oder morgen hinein wollen.

Daher gehts jetzt ins Bett. Morgen fahren wir nach June Lake, von wo aus wir es wagen in den Yosemite PArk zu fahren. Nach unseren Infos ist das Feuer nun einigermaßen unter Kontrolle und behindert uns nur geringfügig. Leider mussten wir aber unsere Route etwas umplanen, da ein Highway leider gesperrt ist und wir daher woanders her müssen. Naja... bisher hat alles geklappt, also wird das auch klappen. So dann mal bis morgen.


Bis bald Frederic


 

Auf ins Tote Tal.

Mittwoch, 04.09.2013
Puuuh... Las Vegas ist nichts für Schwächlinge kann ich sagen. Wir wachten heute morgen, vom Wecker geweckt um halb acht auf aber waren noch immer geschafft von der Rennerei am Vortag. Doch es half ja alles nix. Heute würde unsere Reise weitergehen. Inzwischen hat sich jedoch unsere innere Uhr auf die neue Zeitzone so gut eingestellt, dass es morgens schwerer wird rauszukommen. Nun gut eventuell lag es auch am anstrengenden Vortag aber so richtig wollten wir nicht aufstehen. Doch der "Riesengewinn" vom Vortag machte uns dann doch wieder munter. Um richtig wach zu werden, hatten wir uns vorgenommen zum Frühstücksbuffet des Hotels zu gehen, da wir auch noch einen 25 % Gutschein hatten. Dieses Buffet passte zu Vegas wie die Faust aufs Auge. Die Dimensionen waren etwas verschoben. Ein so riesiges Buffet hatten wir noch nie gesehen. Da wir relativ früh waren, war es zudem auch noch sehr leer. Es gab alles: Omelett, Kuchen, Müsli, Brot, Muffins, Cupcakes,und und und ... Dazu noch etliche warme Speisen wie Spare Ribs, Wings, ein chinesisches Buffet, Salat und Pancakes. Einfach Wahnsinn. Nachdem wir uns richtig satt gegessen hatten und kurz im Zimmer alles zusammen gepackt hatten, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Pool, wo wir uns im Spa etwas entspannten und auf den dann doch anstrengenden Tag vorbereiteten. Viel Zeit blieb uns aber nicht, da wir bis um 11 ausgecheckt haben mussten und so ging es bald zurück aufs Zimmer. (Allein der Weg dauerte zu Fuß etwa 5 Minuten) Wir genossen zum letzten Mal unseren Ausblick auf den Strip und machten uns dann auf unser Auto zu suchen. Als alles sicher verstaut war ging es dann auch wieder los. Vorbei am riesigen Tower und nach kurzem Stop an der Tankstelle, ging es weiter Richtung Westen.
 
 
Unser Tagesziel war die Stadt Lone Pine, die etwa 380 Kilometer entfernt lag. Doch wollten wir ja nicht direkt zum Hotel, sondern wir wollten den auf dem Weg gelegenen National Park vom "Death Valley" besuchen. Mit dem nötigen Respekt vor der Hitze und einigen geplanten Punkten die wir hier anfahren wollten, fuhren wir also aus Vegas weg. Der Parkeingang lag gute 120 Kilometer von der Stadt entfernt. Unterwegs versuchten wir noch verzweifelt einen Supermarkt zu finden, um unsere Wasservorräte aufzufüllen, doch das stellt sich hier echt immer wieder als besonders schwer da. Nicht etwa weil es keine gibt, sondern weil viele Läden einfach mit Obst und Gemüse Tafeln werben, aber von innen sich dann als Baumarkt oder Kaufhaus herausstellen. Nach langer Suche fanden wir schließlich doch einen und kauften genug Wasser ein, um einen Elefanten über die Alpen zu treiben. Man kann ja nie wissen. Es dauerte dann auch nicht mehr lange und wir erreichten den Park Eingang von einem der heißesten Punkte der Erde.... Dem DEATH VALLEY !...
 
 

Fortsetzung folgt...

 


 

June Lake

Donnerstag, 05.09.2013

 

Sonora Pass

Donnerstag, 05.09.2013

 

Sonora

Donnerstag, 05.09.2013

 

Die schwere Entscheidung: Zeit oder Geld? June Lake oder Sonora

Donnerstag, 05.09.2013
Ein neuer Tag brach an. Gut erholt wachten wir in unserem Hotel kurz vor Lone Pine auf und genoßen den Blick in die Berge. Nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt ragte der Mount Whitney über 4400 Meter in die Höhe. Damit ist er der höchste Berg der USA außerhalb von Alaska. Gut gelaunt gingen wir zum Frühstück und erfreuten uns über frisches Obst, Brot und Müsli. Wir wollten nicht zu viel zeit vertrödeln, da wir bis nach June Lake, unserer nächsten geplanten Übernachtung nur etwa zwei Stunden brauchen würden, jedoch noch ein Stück auf dem Tioga Pass in den Yosemite Park fahren wollten, der nur etwa 11 Meilen von June Lake entfernt lag. Doch wir ahnten nicht, dass an diesem Tag einiges anders kommen würde als wir uns das vorgestellt hatten... Mit einem heißen Kakao to go packten wir unsere sieben Sachen wieder ins Auto und machten uns auch wieder auf den Weg. Der Tank war relativ leer und so mussten wir mal wieder einen Tankstopp einlegen.Mit fast vollem Tank ging's dann denn Highway 395 in Richtung Norden fahrend nach June Lake. Unterwegs wurde die Landschaft immer grüner, da wir uns immer weiter vom Death Valley und damit von der Wüste entfernten.

Einige "Scenic Points" entlang der Straße nutzten wir dazu, einige tolle Bilder zu machen und gleichzeitig uns dabei die Beine zu vertreten. Schließlich lag June Lake direkt vor uns, und Ann-Kristin beschloss, da sie heute fuhr, dass wir bevor wir in den Park fahren zunächst eine Runde durch den Ort fahren sollten. Gesagt getan und wir fuhren um den gleichnamigen See herum in die Stadt. Sehr idyllisch gelegen und mit hohen Tannen bewachsen lag die Stadt etwas über dem See. Er war sehr klein und unser Hotel fanden wir auch nicht sofort. Nach wenigen Metern war der Ort auch wieder zu Ende und so drehten wir um an den Strand des Sees zu fahren. Hier legten wir eine Pause ein und machten ein schönes Picknick direkt am Wasser. Die Temperatur war im Vergleich zum Vortag um satte 25° (!) gesunken. Das Wasser war zudem eiskalt, doch mit den Füßen wagten wir uns rein.

Doch dann wollten wir endlich in den Park fahren. Kurz vor der Auffahrt zum Tioga Pass hielten wir noch am Visitor Center an. Hier stand zwar geschrieben dass der Pass gesperrt sei, doch das machte uns zunächst nichts, da wir wussten, dass er im Park wegen der Löscharbeiten für ein Stück gesperrt war. Doch vom Ranger erfuhren wir, dass die Sperrung ausgeweitet wurde und der Pass bereits 35 Meilen nach dem Eingang nicht mehr passiert werden kann. Wegen des Brandes musste der Pass komplett gesperrt werden. Als er uns dann jedoch die Ausweichroute zeigte, traf uns der Schlag. Uns stand ein Umweg von 5 STUNDEN voraus !! Das traf uns sehr hart. Wir waren geschockt und wussten gerade nicht was wir machen sollten. Dies warf unsere gesamte weitere Planung durcheinander. Doch um uns ein wenig abzulenken fuhren wir trotzdem ein paar Meter in den Park und hielten an einigen schönen Punkten an um ein wenig zu wandern. Doch die Stimmung war auf dem bisherigen Tiefpunkt angelangt. Es war bereits 14 Uhr und der halbe Tag war rum. Im Park kamen wir nicht weiter und die Gewissheit, dass der nächste Tag mit einem 5 stündigen Umweg starten würde plus der eigentlichen Fahrtzeit war zuviel. Nun hieß es eine Entscheidung zu treffen. Das Hotel in June Lake war bereits bezahlt und konnte auch nicht mehr storniert werden, doch wenn wir bleiben würden, wäre nicht nur der heutige, sondern wahrscheinlich auch der morgige Tag gelaufen gewesen. Die Alternative war den Umweg über den Sonora Pass bereits heute anzutreten um uns morgen mehr zeit im Park zu verschaffen. Es war keine leichte Entscheidung, doch wir entschieden uns dazu lieber einen Tag komplett zu verpatzen und nur im Auto zu sitzen, als zwei halbe Tage.

Also war die Entscheidung, dass wir nach den bisherigen 200 Kilometern den Rest nun auch noch fahren würden und uns ein neues Hotel in Mariposa zu suchen. Doch wir mussten auch bald los um noch einigermaßen im hellen anzukommen. Also ging's los. Der Sonora Pass lag 30 Meilen nördlich von uns. Dort angekommen waren es nur noch 80 Meilen bis Sonora. Von hier sollten es nur 30 bis Mariposa sein. 110 Meilen also, und dafür nun 4,5 Stunden? Kaum zu Glauben, doch nur wenige Meter weiter klärte sich alles auf. Ein Schild wies uns auf 26% Steigung hin. Diese zog sich in sehr engen Serpentinen über 35 Meilen hin... Allein für diese benötigten wir satte 2,5 Stunden. Zudem war der Pass in Dichte Rauchschwaden gehüllt, die vom großen Rimfire herwehten. Es roch nach verbranntem Holz und Rauch. Die Strecke zog sich wie Kaugummi. Nach guten 4 Stunden erreichten wir endlich Sonora.

Von hier aus führte ein kleiner Bergpass nach Mariposa. Nach fast genau 5 Stunden Autofahrt erreichten wir völlig Platt den Ort. Die Suche nach einem Hotel ging relativ schnell, sodass wir nach einem kurzen Imbiss nun nur noch ins Bett wollen. Doch nach insgesamt etwa acht Stunden Autofahrt und gut 560 Kilometern auch verständlich. Ob es nun die richtige Entscheidung war, wird der morgige Tag zeigen. Von hier aus sind es nur noch etwa 40 Autominuten zum Yosemite Valley, wo keine Sperrung zu erwarten ist. Für morgen müssen wir uns auch noch um eine Unterkunft kümmern, doch wir schauen mal wie lange wir für den Park brauchen. So die Entscheidung ist gefallen. Und die Stimmung ist auch schon wieder etwas besser. ;-)


Bis morgen, wo auch immer her. Frederic


 

Yosemite Valley

Freitag, 06.09.2013

 

Oakhurst

Freitag, 06.09.2013

 

Yosemite Park im zweiten: mit Steve O. und Goliath

Freitag, 06.09.2013
Den Stress vom Vortag hatten wir relativ gut verdaut. Wir hatten das Glück, in einer Lodge zu wohnen, die so groß war, dass auch locker sechs Personen hier hätten wohnen können. Klar konnten wir in dieser Nacht auch gut schlafen, da uns der Tag zuvor echt viel abverlangt hatte. Doch trotz alledem, wollten wir nicht allzu lange schlafen, da die Strapazen sonst nichts gebracht hätten. Also stand der Wecker wieder auf sieben Uhr, sodass wir unser Zimmer gegen acht verlassen konnten.

Von Mariposa aus bis zum Parkeingang war es dann nicht mehr sehr weit. Nach einer knappen Stunde Autofahrt fuhren wir auf dem Highway 140 von Osten her kommend in den Park. So richtig viel hatten wir uns bewusst nicht vorgenommen, da wir gerne ein wenig wandern gehen wollten. Sobald wir den Parkeingang passiert hatten, schlängelte sich der Pass über den wir fuhren wieder ins Tal und schon bald erreichten wir das Yosemite Village.


 

Kurz vor der Einfahrt machten wir an einem Parkplatz halt und liefen zu einem kleinen Fluss herunter um dort zu frühstücken. Die Füße im Wasser baumelnd und mit Bageln, Wasser und Keksen bepackt, stärkten wir uns für den Tag. Die schlechte Laune vom Vortag war längst vergessen und wir genossen die annehmen Temperaturen, die im Park herrschten. Wir fuhren mit dem Auto nun noch ein Stück weiter und parkten vor dem Village Store, wo es bereits sehr voll war. Viele Campingplätze liegen hier verteilt, und so ist dieser Laden der einzige im Umkreis von bestimmt 60 Meilen. Wir schauten uns nach kartenmaterial um, damit wir eine gut geeignete Route zum wandern finden würden. Dabei viel unser Blick auf einen Flyer, der neben den Karten ausgehangen war. Wir empfanden ihn als besonders interessant und gingen zum Schalter, wo man sich für Touren anmelden konnte.

Wir hatten Glück, denn es war für 15 Uhr noch Platz für uns beide und so Buchten wir auch gleich. Wow... Um 15 Uhr startete also unsere Tour. Und zwar per Pferd !! Wir hatten uns für einen zweistündigen Ausritt durch den Park angemeldet. Bis dahin war jedoch noch eine Menge Zeit, die wir dennoch wandern wollten. Wir beschlossen den "Mist Trail " zu nehmen, der an einigen der berühmten Wasserfälle des Parks entlang führte. Bepackt mit genug Wasser für uns zwei ging's dann steil bergauf am Berg entlang. Die Aussicht auf die Berge, den Fluss und die unzähligen Bäume war herrlich. Es roch wie nach einem frischen Pinien-Aufguss, doch die Steigung war mörderisch. Für knapp 1,5 Kilometer benötigten wir fast 1,5 Stunden. Bis zur Brücke des ersten Wasserfalls schafften wir es, doch dann mussten wir leider schon umdrehen, um pünktlich am Stall zu sein. Dort angekommen wurden wir zunächst in die Sicherheitsvorkehrungen eingeweiht. Ann-Kristin ist zwar gut geübt im reiten, doch einen Bergpass hinauf reitet auch sie nicht alle Tage. Schließlich wurden uns die Pferde zugeteilt.

Ann-Kristin bekam ein Muli... Ich das wohl größte Pferd was der Stall zu bieten hatte... Goliath. Jedoch ein sehr ruhiger Zeitgenosse. Ann's Muli hieß Steve O. Und so ging's dann auch bald los über Stock und Stein quer durch den Wald. Im langsamen Schritttempo konnte nicht viel passieren. Mir kam es trotzdem so vor als würden wir Rasen, während Ann-Kristin wohl gerne mal in den fünften Gang geschaltet hätte. Mir reichte das... :-) Doch den Ausritt fanden wir beide herrlich. In zwei Stunden sahen wir viele Wege und Ecken des Parks , die nur mit dem Pferd zu erreichen waren. Nachdem wir zurück waren, sahen wir beide aus wie in Staub gebadet. Doch Goliath und Steve O. Hatten uns sicher wieder im Valley abgesetzt.

Es war bereits fünf Uhr und wir mussten uns für einen weiteren Tagespunkt entscheiden, ehe wr den Park wieder verlassen müssten. Die Wahl musste zwischen dem "Glacier Point" ( ein Aussichtspunkt über den gesamten Park) oder dem " Mariposa Groove" ( Ansammlung von Mammutbäumen ) fallen. Wir entschieden uns für die Bäume und wurden nicht enttäuscht. Im Mariposa Groove machten wir schließlich zum Abschluss des Tages nochmal eine drei Kilometer lange Wanderung und kamen dabei an einigen sogenannten "Sequoias" vorbei. Diese Bäume können sehr alt werden. Der " Grizzly Giant" zum Beispiel ist geschätzte 1800 Jahre alt und seine Äste haben einen Durchmesser von zwei Metern. Er selber hat einen Stammumfang von gut neun Metern. Ein Super Anblick. Mit Sonnenuntergang kamen wir wieder am Auto an und machten uns auf den Weg. Wir hatten ja noch kein festes Ziel und so entschieden wir uns schonmal in Richtung San Francisco zu fahren, da wir ab morgen hier sein werden. Wir fuhren noch etwa zwei Stunden ehe wir in Modesto ein Hotel nahmen und hier jetzt die Nacht verbringen werden. Heute hatten wir zwar "nur" etwa 310 Kilometer mit dem Auto hinter uns, doch die Wanderungen und der Ausritt waren sehr Kräfte zehrend. Daher jetzt ab ins Bett. Und morgen... " If you're going, to San Francisco...."


Bis bald Frederic.


 

San Francisco: Kitsch, Kult, Cable-Car

Samstag, 07.09.2013
Oh man gestern Abend waren wir einfach nur Platt. Nachdem wir auf der Autobahn ein Hotel in Modesto gebucht hatten, und dort gegen zehn Uhr Eintrafen ging es direkt ins Bett. Der Tag war wieder einmal Super kräftezehrend aber wunderschön. Unser Hotel lag direkt an der Ausfahrt und so konnten wir heute morgen nach kurzem Frühstück unseren Weg in die Blumenstadt San Francisco fortsetzen. Uns fehlten noch gut 145 Kilometer, die auf der Interstate aber relativ schnell zurück gelegt waren. Kurz vor der Stadt hielten wir noch an einer Mall an um ein wenig zu shoppen und die Beine zu vertreten. Doch dann ging es auch schon weiter und wir hörten völlig kitschig " If you're going to San Francisco von Steve McKenzie, wo wir beide laut mitsangen.
 

Ja echt kitschig... Aber auch irgendwie cool ! Bald schon sahen wir die Golden Gate Bridge in der Ferne sich über die San Francisco Bay schwingen. Wir Bogen vom Highway ab, und mussten bei der Einfahrt in die Stadt zunächst eine Maut von 4 $ bezahlen. Kurz Hinter der Mautstelle Bogen wir direkt links in Richtung Treasure Island ab. Die kleine Halbinsel in der Bay bietet einen herrlichen Ausblick auf die Highlands und die Skyline der Stadt, sowie der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz. Hier parkten wir und liefen ein wenig am Wasser entlang.

Nach 11 Tagen USA hatten wir nun endlich zum ersten mal einen Teil des Pacific vor uns. Der Wind war sehr frisch, doch die Sonne wärmte alles schnell wieder auf. Wir setzten uns ins Auto und aßen mit Blick auf die Stadt einen Hot Dog. Nach kurzen Telefonaten mit unseren Eltern, machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Da wir noch zu früh für unser Hotel waren, beschlossen wir einfach über DIE Brücke zu fahren und uns San Francisco von der anderen Seite aus anzusehen. Die Fahrt über die Golden Gate Bridge Stadtauswärts ist kostenlos, während die Rückfahrt dann 4 $ pro Auto kostet. Doch die Fahrt lohnt sich. Zunächst hielten wir am offiziellen Vista Point an, wo ein herrlicher Blick auf die Bay und die Skyline der Stadt, sowie die Brücke gegeben war. Aus diversen Quellen wussten wir jedoch, dass es noch eine bessere Sicht geben würde, wenn man in die Highlands fahren würde. Dies versuchten wir auch und wurden dabei nicht enttäuscht. Nach nur wenigen Metern erreichten wir den ersten Parkplatz, von wo aus der Blick noch besser war. Wir setzten uns auf eine Bank und genossen den Ausblick über diese herrliche Stadt. Doch wir fuhren noch ein Stück höher, bis wir am höchsten Punkt angekommen waren, von wo aus sich ein Blick über ganz San Francisco mit allen Höhepunkten bot. Nun war es spät genug um im Hotel einchecken zu können. Wir wollten zeitig da sein um einen der kostenlosen Parkplätze zu bekommen, da parken hier gerne mal 35-50 $ am Tag kostet. Wir waren rechtzeitig da und freuten uns tierisch den Wagen nun die nächsten zwei Tage nicht mehr anzurühren. Von nun an wollten wir alles mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen. Nach kurzer Pause auf unserem wirklich schönen Zimmer, kauften wir uns ein Drei-Tagesticket und machten uns auf den Weg in die Stadt. Am Union Square stiegen wir aus und standen nun in Mitten der Häuserschluchten. Aus allen Richtungen war verschiedenste Musik zu hören, die von Straßenkünstlern gemach wurde.

Es bimmelte... Hinter uns fuhr eines der berühmten Cable-Cars vorbei und wir machten uns auf den Weg zur Haltestelle. Es war sehr voll, doch es wollen schließlich alle damit fahren. Wir bekamen einen Platz und fuhren die echt steilen Hügel hinauf bis zur "Fishermans Wharf". Es war Super voll. Wir gingen zum Wasser und liefen vom Pier 43 bis zum berühmten Pier 39, wo unter anderem die Seelöwen-Bänke sind und sehr schöne kleine bunte Läden stehen. Hier erlebten wir den Sonnenuntergang, der die Golden Gate und die Bay in ein herrlich goldenes Licht warf.

Schließlich gingen wir direkt auf dem Pier 39 in ein Fischrestaurant und aßen die hier übliche "Clam Chowder". Dies ist eine Krabbensuppe, die in einem ganzen ausgehöhlten Brotleib serviert wird. Sehr lecker, obwohl ich eigentlich keine Krabben mag. Inzwischen war es dunkel geworden und wir versuchten noch Tickets für eine Überfahrt nach Alcatraz zu bekommen, doch am Wochenende ist dies ohne vorherige Reservierung leider nicht möglich. Also müssen wir leider drauf verzichten.

Nach einem schönen Spaziergang an den Piers entlang, fuhren wir schließlich zunächst mit Cable-Car und später mit dem Bus ins Hotel zurück. Morgen wollen wir zur Lombard Street und in den Presidio Park. Und mal sehen was sonst noch so passiert. Also bis morgen.

 

Bis bald Frederic.

 

 

San Francisco: Flower Power, Sonne, Meer und Nebel

Sonntag, 08.09.2013
Good Morning San Francisco. Wir merkten bereits gestern Abend, dass unser Motel hier eine sehr gute Lage hat. Dies bestätigte sich heute morgen erneut. Nach dem üblichen Frühstück, welches hier sogar nur im stehen oder lieber noch im vorbeigehen eingenommen werden soll, machten wir uns mit dem Bus, der nur wenige Meter vor unserem Hotel parkte auf, um San Francisco etwas näher kennen zu lernen. Unser erster Weg führte daher zum Golden Gate Park, wo wir eine schöne Wanderung machten. Der Golden Gate Park ist die größte innerstädtische Parkanlage der Welt, mit einer Länge von über 5 Kilometern und einer Breite von über 800 Metern. Es befinden sich mehrere Seen hier und viele dicht bewaldete Grünflächen. Außerdem befindet sich hier ein großes Bisongehege, wo wir ebenfalls hingingen. Einen Stop legten wir an einem der größten Seen ein, wo viele Ferngesteuerte Speedboote und Flugzeuge unterwegs waren. Im nördlichen Teil des Parks verließen wir diesen auch wieder um einen weiteren Bus in Richtung Union Square zu nehmen.
 

Doch wir stiegen vorher bereits aus, da sich am Alamo Square einige für San Francisco sehr typische Häuser befinden. Bei herrlichem Sonnenschein legten wir uns ein Weilchen auf die Wiese, von wo aus der Blick über das Finacial District bis hin zur Oakland-Bay Bridge wundervoll war. Es war ziemlich voll und das Beobachten der unterschiedlichsten Typen war echt witzig. San Francisco kann in dieser Hinsicht echt eine Menge bieten. Doch wollten wir nicht den ganzen Tag damit verbringen und so machten wir uns wieder auf den Weg. Vom Alamo Square liefen wir einige Blocks bis hin zum Union Square. Hier kamen wir auch durch die Viertel von SF, die man nachts besser meiden sollte. Bereits jetzt war es äußerst unangenehm hier zu Fuß unterwegs zu sein.

Zum Glück dauerte dieser Teil nicht zu lange, ehe wir endlich am Union Square ankamen. Nach kurzem Mittags Snack, liefen wir weiter die Straßen rauf und runter ( im wahrsten Sinne des Wortes). Wir erreichten schließlich Chinatown. Von einem auf den anderen Moment denkt man, dass man von Amerika nach Asien versetzt wurde. Die Menschen, die Architektur und Läden waren durch und durch Chinesisch. Wir gingen einige Meter, ehe wir auf eine der vorbeifahrenden Cable-Cars aufsprangen, um zur Lombard Street zu fahren.

Der berühmteste Teil der Straße sind sicherlich die Serpentinen, die lediglich einen Block lang sind. Doch die vielen Blumen machen das Stück schon zu etwas besonderem, und daher war er nicht zu verfehlen, da soooo viele Schaulustige und Touris Fotos machen wollten. Wir liefen sie nur einmal ab, doch morgen wollen wir da auch runter fahren. Am Ende angekommen, liefen wir schließlich die Straßen runter zum Hafen. Bei Tageslicht war hier die Hölle los. Alle zwei Meter waren Straßenkünstler mit Musik, Tanz oder Zaubertricks anzutreffen, die eine tolle Stimmung verbreiteten. Im Gegensatz zur Stadt, war es hier auch direkt um ein paar Grad Kühler. Wir liefen an den Piers entlang und Ann-Kristin gönnte mir und sich ein Ben und Jerrys Eis. In der Sonne war es immernoch herrlich. Wir gingen noch zu den Seehundbänken am Pier 39 und schlenderten die Bay entlang mit tollem Blick auf Alcatraz.

Doch allmählich wurden unsere Beine etwas schlapp. Daher suchten wir uns den nächsten Bus, der uns in Richtung Hotel fahren würde und kamen gegen halb sieben wieder dort an. Doch eine lange Pause gönnten wir uns nicht. Wir hatten uns zum Abschluss dieses tollen Tages überlegt, den Sonnenuntergang vom Baker Beach im äußersten Westen der Stadt uns anzusehen. Da die Busse nicht mehr so regelmäßig fuhren liefen wir schließlich durch den Presidio Park zum Strand und erwischten die Sonne noch so gerade eben. Die Bay und die Golden Gate Bridge waren in dichten

Nebel gehüllt, was es auch sehr frisch machte. Dennoch genoßen wir diesen Anblick, ehe wir uns wieder auf den Rückweg zum Hotel machten. Nun reichte aber tatsächlich mit der ganzen Flower Power für heute und wir sind komplett Platt. Morgen müssen wir "leider" wieder ins Auto.... Obwohl wir freuen uns auch schon auf Monterrey. Deshalb geht's jetzt ins Bett.


Bis bald Frederic.


 

Lombard Street, Monterey, Sonnenbad und Riesensteak

Montag, 09.09.2013

 

Ein neuer Tag in San Francisco bricht an. Heute haben wir zwar einerseits wieder ein Stück Fahrt vor uns und müssen diese wunderschöne Stadt leider wieder verlassen, doch konnten wir uns zum Glück etwas Zeit lassen, da unsere Strecke nicht besonders lang sein würde. Unser heutiges Tagesziel wird Monterey sein. Doch zunächst standen wir heute ganz in Ruhe auf und Ann-Kristin ließ sich von mir das Frühstück ans Bett bringen. Gut ich musste nicht weit laufen, sondern nur die Treppe vor unserer Tür runter, um im Office ein Glas Orangensaft und zwei verpackte Muffins zu holen, aber immerhin... Nachdem wir gegessen hatten und uns dabei einen kurzen Plan für den Tag zurecht gelegt hatten, packten wir unsere sieben Sachen zusammen, um wiedermal alles in unseren Chevy zu packen. Wir checkten aus und machten uns dann ganz gemütlich auf den Weg.

 

Denn bevor wir uns auf den Freeway in Richtung Süden aufmachten, wollten wir noch ein wenig durch die Stadt cruisen. Wir wollten ja schließlich noch die Lombard Street hinunter fahren, und einige der wirklich extrem steilen Straßen. Über der Bay hing heute morgen noch immer die dichte Nebelwand, die bereits gestern Abend den Sonnenuntergang verschleierte. Daher war weder die Golden Gate Bridge noch die Oakland Bay Bridge wirklich zu sehen. Von unserem Motel bis zur Lombard Street benötigten wir bereits etwa 20 Minuten. Die Strecke ist zwar nicht sehr weit, doch die vielen Ampeln und der dichte Verkehr benötigten halt Zeit. Kurz bevor wir die Lombard Street erreichten, setzte sich ein Cable Car vor uns, weshalb wir deutlich langsamer fahren mussten.
 
 
Schließlich kamen wir oben an der berühmten Straße an und waren überrascht, dass wir die einzigen waren, da gestern hier das reinste Verkehrschaos herrschte. Aber es war uns ja recht. So fuhren wir also diese tolle Straße hinab und es war herrlich. Nach kurzer Überlegung, ob wir gleich nochmal hoch wollen, entschieden wir uns aber dazu, nun doch in Richtung Highway One zu fahren. Dabei kamen wir an fast allen tollen Punkten der Stadt noch einmal vorbei. Aus dem Auto heraus wirkt die Stadt nochmal schöner als zu Fuß, da man die vielen Steigungen nicht laufen muss :-). Schließlich kamen wir auf den Freeway, der uns in Richtung San José und weiter nach Monterey brachte. Wir fuhren direkt in Richtung Pier und Strand und parkten direkt vor der Fishermans Wharf. Auch vor Monterey hielten sich dichte Nebelschwaden, die jedoch nicht bis an das Ufer herankamen.
 

 
Wir liefen vom Auto aus nur wenige Meter auf die Pier und bestaunten den schönen Hafen und die vielen verschiedenen Tiere die zu sehen waren. Neben den aus San Francisco bekannten Seelöwen kamen hier noch Seeotter und Pelikane dazu, die an der deutschen Nordsee ja eher selten in freier Natur zu finden sind. Als unsere Parkuhr abgelaufen war und wir zurück am Auto waren, beschlossen wir uns noch ein wenig an den Strand zu legen. Dazu mussten wir zunächst Badesachen anziehen. Im Auto konnten wir uns ja umziehen. Wir setzten uns also auf die Rückbank, weil dort mehr Platz war. Als wir fertig waren wollten wir wieder raus, doch..... Na klar... Kindersicherung. Da saßen wir nun da hinten und einer mußte nun der Depp sein und nach vorne klettern um die Tür von außen auf zu machen. Ich hatte gewonnen ( bin zu groß :-) ). Wir haben es schließlich doch noch zum Strand geschafft, wo wir zum ersten Mal in diesem Urlaub mehr als eine Stunde in der Sonne liegen konnten. Zum schwimmen ist der Pacific allerdings nur bedingt geeignet, da das Wasser einfach viiiiiiiiiel zu kalt ist. Mein Versuch scheiterte kläglich.
 

 
Schließlich ging's zum Hotel, dass mit einem beheizten Innenpool und Jacuzzi glänzen konnte, wo wir auch direkt einen Abstecher hin machten. Als wir zurück auf dem Zimmer waren, war es dann auch bereits so spät, dass wir uns fertig machten um noch ein wenig raus zu gehen, um was zu essen zu suchen. Wir fanden ein nettes kleines Restaurant und bestellten uns, ich ein Steak und Ann-Kristin Pasta. Das absolute Highlight... ein SALAT. Unser Körper reagierte auf die unvorhergesehen Vitaminzufuhr etwas irritiert, doch er nahm es dankend an. Das Essen war super und auf dem Rückweg zum Hotel wurde es auch schon richtig frisch. Inzwischen haben wir nur noch etwa 14 Grad und mit kurzer Hose ist es schon recht gewagt. Doch im Zimmer ist es gut warm. So, morgen fahren wir den 17 Mile Drive, eine Straße mit vielen tollen View Points und schließlich durch die Stadt Carmel nach Obispo oder genauer nach Pismo Beach. Also dann.

 
Bis bald Frederic.


 


 

17 Meilen und mehr. Über den Wolken nach Pismo Beach

Dienstag, 10.09.2013
Beim heutigen Aufwachen wurde mir zum ersten mal bewusst, dass diese traumhafte Reise nun leider auf die Zielgerade abbiegen würde. Mit der heutigen Fahrt nach Pismo Beach würden wir unserem Ausgangspunkt Los Angeles schon sehr nahe kommen... Doch was wäre Frederic ohne Optimismus? Genau krank... Also...es sind immer noch fast drei volle Tage die wir hier verbringen dürfen. Also war die Stimmung wieder bestens und wir gingen zum Frühstück.

Doch was war das? Wir wussten gar nichts mit den Porzelantellern anzufangen... Es war das erste mal im gesamten Urlaub, wo wir zum Frühstück nicht von Einmaltellern essen brauchten. Herrlich. Wir konnten uns nach draußen setzen und die Sonne genießen. Den üblichen Kuchen und das Müsli hatten wir ja inzwischen schon lieb gewonnen, und so begann der Morgen wunderbar. Unsere Route sollte heute entlang des viel beworbenen Highway One verlaufen. Daher schauten wir uns auf der Karte an, wie wir am besten von Monterey dort hingelangen würden. Der Weg war sehr einfach und da wir recht zeitig fertig waren, fuhren wir noch durch das Nachbardorf Carmel at the beach, welches zwar wesentlich kleiner als Monterey war, jedoch mindestens genauso hübsch. In Carmel beginnt ein Rundweg, der durch eine sehr noble Gegend führt und dabei direkt am Pacific entlang verläuft. Der 17- Mile Drive. Er ist genauso lang wie er heißt und führt dabei an unzähligen top gepflegten Golfplätzen und gut bewachten Villen vorbei.

Wir waren etwas überrascht, dass eine Gebühr für die Durchfahrt erhoben wurde, doch die vielen tollen Aussichtspunkte entschädigten dafür. Aber leider hatten wir heute ein Problem, welches sich den ganzen Tag über durchziehen sollte. Es war sehr sehr nebelig. Teilweise konnten wir keine 50 Meter weit sehen, und so wurde sowohl die kurvenreiche Fahrt als auch die Aussicht erheblich behindert. Doch schön war es trotzdem. Der Pacific ist hier besonders wellig und bei einem Spaziergang am Strand entlang, roch es wie an der Nordsee. Man hörte aus dem Nebel die Seelöwen brüllen und ab und zu flog uns ein Pelikan oder ein Kormoran über den Kopf. Es war sehr schön, aber langsam mussten wir uns auf in Richtung Süden machen, denn der Weg über den Highway 1 würde ja auch noch einiges an Zeit benötigen. So bogen wir also auf die Küstenstraße ab und fuhren von nun an nur noch am Ozean entlang.
 
 
Die Strecke ist wunderschön, doch wäre sie sicherlich nochmal um einiges schöner gewesen, wenn der Nebel nicht gewesen wäre. Aber auch an ihm konnten wir etwas abgewinnen. Je höher der Highway über dem Wasser war, desto mehr sah es manchmal so aus, als würden wir über den Wolken fahren. Der Nebel war dann nur noch direkt über dem Meer und von oben schien die Sonne drauf. Wir brauchten für die ca. 220 Kilometer von Carmel nach Monterey gute 3,5 Stunden, jedoch hielten wir zwischendurch immer wieder an um die schöne Aussicht trotz des Nebels zu genießen. Einen ganz besonderen Stop machten wir an einem View Point, von wo aus wir eine riesige Menge an Seeelefanten beobachten konnten. Diese Tiere sind nochmals deutlich größer als die Seeloöwen und vor allem die Männchen fallen durch ihre Rüssel ähnliche Schnauze auf.
 
 
Wir haben hier also schon so viele verschiedene Wildtiere gesehen die bei uns nicht vorkommen, dass wir damit einen Zoo bestücken könnten. Von der Seeelefanten-Bank aus, war es dann auch nicht mehr weit bis Pismo Beach. Der Ort liegt direkt am Strand und nur kurz hinter dem etwas größerem Ort Obispo. Auch hier wurden wir von einer dicken Nebelwand begrüßt, und die Temperatur lag gerade einmal bei 14 Grad und 98% Luftfeuchtigkeit. Immerhin hatten wir für heute ein Hilton Hotel gebucht, welches auch echt Top ist und sicher zu den besten des Urlaubs gehört. Nachdem wir eingecheckt hatten fuhren wir noch ein Stück in den Ort und liefen durch das ortseigene Shoppingcenter, da es am Strand echt ungemütlich war. Gegen Sieben Uhr fuhren wir zurück zum Hotel um etwas essen zu gehen.
 

Da heute "Monday-Night Football" ist und das Hotel dazu eine Sportsparty in der Lobby veranstaltet hat, entschieden wir uns hier zu essen. Passend zum Motto wurde auch eine " Football-Plate" angeboten, die verschiedene Spezialitäten (Buffalo Wings, Cheese-Sticks, etc.) enthielt. Klar bestellte ich die, während Ann-Kristin nochmal eine "Clam Chowder" aß. (Muschelsuppe). Nach dem Essen, gingen wir noch zum Pool, wo wir uns nett mit zwei Amerikanern über Deutschland ( hauptsächlich das Oktoberfest) und unsere Reise unterhielten. Jetzt liegen wir wieder auf unserem Zimmer und genießen den letzten Abend vor unserer letzten Fahrt. Denn morgen ist es dann soweit. Es geht zurück nach Los Angeles. Zwar erst noch nach Venice Beach, aber wir werden den Ort erreichen, an dem unsere Reise gestartet ist. Bis dahin stehen nochmal knapp 300 Kilometer vor uns, aber wir freuen uns drauf. Unterwegs wird's noch einen Zwischenstopp in Santa Barbara geben und bestimmt noch den ein oder anderen ungeplanten Halt. Also dann bis morgen aus Los Angeles.

 


Bis bald Frederic.


 

Santa Barbara - Malibu - und Venice Beach.

Mittwoch, 11.09.2013

Oh ja heute haben wir echt gut geschlafen. Das Hotel war wirklich sehr gut und nachdem wir gestern noch sehr spät im angeblich beheizten Pool waren und anschließend noch den SPA benutzen, vielen wir wirklich tot müde ins Bett. Doch heute stand ja unsere letzte große Fahrt an, zum Ort wo vor 16 Tagen unsere Reise begonnen hatte. Nach Los Angeles. Zwar würden wir nur bis Marina del Rey fahren und dort bei Venice Bach übernachten, doch gehört dieser Teil schon zu LA.


 Da wir ja unterwegs noch so einiges sehen wollten, standen wir mal wieder relativ früh auf, um unser Tagesprogramm auch durchziehen zu können. Da uns das Frühtück im Hilton zu teuer war, verzichteten wir darauf und holten dies dann später an einem der View Points auf unserer Strecke nach. Also fuhren wir wieder auf den Freeway um die letzten 300 Kilometer in Angriff zu nehmen. Nach einigen Metern auf dem Freeway 101, bogen wir wieder ab, um auf dem Highway One weiter zu fahren, da hier die Aussicht einfach schöner war. Je weiter wir von Pismo Beach wegfuhren und je näher wir Los Angeles kamen, desto besser wurde auch das Wetter. Unterwegs machten wir wie gesagt mehrere Stops um den herrlichen Blick auf den Ozean zu genießen. Diesmal auch unverschleiert. Unser erstes Etappenziel war dann auf etwa halber Strecke Santa Barbara. Ich denke ich lehne mich nicht zuweit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass Santa Barbara die schönste Stadt war die wir unterwegs besucht haben. Die Lage direkt am Pacific, der feine Sandstrand und die echt schönen Häuser mit der großen Pier und den vielen Palmen.... Wenn ich eine kalifornische Stadt beschreiben müsste, ich würde Santa Barbara beschreiben. Wir parkten und liefen zunächst ein wenig am Strand und der Pier entlang und dann noch ein Stück in die kleine Stadt. Hier holten wir auch ein wenig unser Frühstück nach, was eher ein halbes Mittagessen war. Nach vielen Fotos und viel Sonne mussten wir uns allerdings leider wieder auf den Weg machen, da wir ja schließlich noch an den Strand in Venice Beach wollten.


 

Wir fuhren also weiter an der Küste entlang nach Süden und kamen schließlich noch an Malibu vorbei, wo es ebenfalls schön war, jedoch alles etwas herunter gekommen aussah. Die Häuser lagen alle Super am Strand, doch optisch waren sie alle nicht sehr schön. Und schließlich kamen wir in Marina del Rey an. Man merkt übrigens, dass man in LA ist am deutlich dichteren Verkehr.

Für die letzten 5 Meilen benötigten wir bestimmt 20 Minuten im Stop and Go. Unser Hotel war schnell gefunden, da es sich nicht weit vom Strand befand. Zwar mussten wir mit dem Auto fahren, aber das muss man hier eigentlich überall hin. Als erstes brachten wir jedoch alle Sachen aus dem Auto ins Zimmer, da wir ja heute Abend unsere Koffer richtig packen mussten. Das Zimmer sah echt schlimm aus. Überall Tüten, einzelne Sachen und Taschen. Doch wir wollten uns nicht lange mit unserem Zimmer beschäftigen, da wir ja die letzten Sonnenstrahlen am Strand erwischen wollten. Also, rein in die Badesachen und ab zum Strand. Wow !! Der Strand ist echt der Hammer.

Bestimmt 120 Meter breit und einige Kilometer lang. Dazu feinster Sandstrand und flach abfallendes Wasser. Nur zu dieser Jahreszeit leider nicht unbedingt zum schwimmen geeignet. Bis auf einigen Surfern in Neopreenanzügen, traute sich keiner ins Wasser. Selbst zum Sonnen am Strand war es leider schon zu frisch. Also liefen wir ein paar Meter am Wasser entlang und schauten den Surfern zu. Einige Möwen und Pelikane liefen am Strand entlang und suchten nach Muscheln oder Resten von Urlaubern. Den Rückweg gingen wir an der Promenade entlang, die wir uns beide etwas anders vorgestellt hatten. Viele Läden waren sehr herunter gekommen und fast jeder dritte Laden war ein sogenanntes "Medical Center". Hier konnte man tatsächlich legal Marihuana rauchen, wenn man es als medizinisch notwendig bekam. Ab 40 $ für jeder Mann.

Unfassbar, aber viele von den hier rumlaufenden Leuten schienen das Angebot war zu nehmen. Immerhin war der Abschnitt des "muscle-beach" sehr lustig. Hier stellten sich Bodybuilder zur Schau und zeigten an Hantelbänken und Reckstangen ihre Muskeln. Wir blieben bis zum Sonnenuntergang, zudem wir zunächst auf die Pier gingen, und später nochmal ans Wasser runter. Mit den Palmen im Hintergrund, dem rauschen des Meeres und der untergehenden Sonne, dem Paradies schon sehr ähnlich. Schließlich gingen wir zum Auto um ins Hotel zu fahren. Von hier aus gingen wir noch einen Hot dog essen, um schließlich aufs Zimmer zu gehen um die Koffer zu packen. Da das Wetter morgen nicht sooooo gut werden soll, wollen wir nochmal nach Los Angeles Downtown fahren und uns den Hafen von Marina del Rey ansehen. Unser Auto müssen wir gegen 19 Uhr abgeben, ehe dann unser Flieger um kurz nach Neun geht. Also heute unsere letzte Nacht in den USA für diesen Urlaub. Aber einen Tag haben wir ja noch. So dann geh ich mal packen. Meld mich morgen Abend nochmal vor dem Abflug.

Bis bald Frederic.


 


Time to say Goodbye.

Donnerstag, 12.09.2013

So da war der letzte Tag nun gekommen. Gestern Abend mussten wir eine Packorgie feiern, da wir dann doch mit mehr Sachen zurück fliegen, als wir eigentlich gedacht hatten. Bis um 1:30 Uhr heute morgen packten wir die Sachen von links nach rechts und von oben nach unten, ehe wir zufrieden waren. Doch wir waren uns sicher, dass es bei uns beiden gewichtsmäßig eng werden würde. Obwohl wir heute also so spät geschlafen haben, standen wir bereits um halb acht wieder auf, da wir diesen Tag natürlich noch voll nutzen wollten. Wir hatten kein Frühstück gebucht und mussten unser Zimmer bereits um 10 Uhr verlassen, was wir sogar um eine Stunde unterboten.

Um 9 waren wir soweit und hatten alles in unserem riesen Flitzer verstaut um heute noch mal eine Schnellrunde durch Los Angeles zu drehen. Wir begannen damit, dass wir zum Hafen von Marina del Rey fuhren, wo wir nochmal das Wasser und die Sonne genoßen. Doch man merkte deutlich, dass wir drei Wochen weiter waren als bei unserer Ankunft, da die Temperatur doch enorm gesunken war. Der Hafen ist recht schön angelegt und es sind hier noch fast alle Boote/Jachten im Wasser. Da die Parkgebühren sehr hoch sind und wir noch weiter wollten, fuhren wir nach etwa zwei Stunden wieder ab. Zum Abschluss wollten wir dann doch noch mal die Straße besuchen die nach uns benannt wurde. Den Walk of Fame :-). Wir parkten fast auf dem selben Parkplatz wie bereits vor 16 Tagen und liefen nochmals diese echt schöne Straße entlang. Nachdem wir uns die schönsten Theater und Sterne angesehen hatten, suchten wir uns für unser letztes Lunch einen Italiener mit Blick aufs Dolby Theater aus.

Mit einer leckeren Pizza verabschiedeten wir uns schließlich und fuhren mit dem Auto weiter in Richtung Downtown zum Fashion Distrikt, den wir bei unserem ersten Besuch nicht mehr geschafft hatten. Bereits jetzt zeigte unser Auto die Reservelampe an, doch wir wollten tanken um jeden Preis vermeiden, da wir den Wagen so leer wie möglich abgeben sollten. Die Parkpreise im Fashion Distrikt waren so unverschämt, dass wir uns lediglich eine halbe Stunde gönnten, und bereits dafür um 4 Dollar erleichtert wurden. Bis auf die dichten Hochhäuser war es nichtmal besonders schön. Nun hatten wir also noch gut 4 Stunden Zeit, und wussten nicht wohin. Im Internet fand Ann-Kristin schließlich eine Outlet Mall, die bereits auf halben Weg zum Flughafen lag. Dort angekommen fanden wir noch die ein oder andere Kleinigkeit. Ann-Kristin erweiterte ihr Handgepäck mit einer weiteren Tasche, da sie natürlich viiiiiel zu wenig Platz hatte. Die Arme. Musste sie sich extra noch ne Tasche holen..... *hust hust*. Naja unsere Zeit konnten wir hier jedenfalls gut rumkriegen, und uns gleich auch noch für den Flug umziehen. Gegen Sechs machten wir uns dann auf zum Flughafen LAX. Nun wurde es kritisch.

 

Die Reservelampe leuchtete unaufhörlich und das Auto erinnerte uns immer wieder durch "dezentes" piepen daran, dass er Durst hat. Schließlich waren wir noch etwa 6 Meilen vom Flughafen entfernt und auf einmal stand der Schriftzug: "Tank leer" im Auto und es piepte schneller. Was haben wir geschwitzt. Das war echt nicht lustig. Noch drei Meilen... An jeder Ampel machten wir den Wagen aus. Es war zwar nur etwa 22 Grad im Auto, doch wir schwitzten nur so dahin. Und dann war es endlich geschafft. Wir waren tatsächlich am Rückgabeort angekommen und machten den Wagen aus. Sofort wurde das Auto gescannt und uns eine Quittung gegeben. Fertig. Mehr mussten wir nicht machen. Ein bereits auf uns wartender Shuttle Bus brachte uns direkt zum Eingang, wo unsere Maschine abfliegen würde. Wir mussten noch selbstständig an einem Automaten einchecken und schwitzten immer noch, da nun ja die " Wage der Wahrheit" warten würde. 23 Kilo waren pro Person erlaubt. Zuerst war ich dran. Und??? 18 Kilo... Viel Lärm um nichts also. Aber Ann-Kristin musste ja auch noch... "Pling" auch 18 Kilo. Erleichtert gingen wir noch immer voll bepackt zur Kontrolle. Der Nacktscanner zeigte auch nichts an und wir dürfen gleich also ins Flugzeug. Geschafft aber glücklich sitzen wir nun hier und warten. Es war ein echt toller Urlaub. Auf geht's nach Paris.


 


Bis bald Frederic.


 


So und was bleibt nun?

Donnerstag, 12.09.2013

So nun ist es leider soweit. Auch der wohl schönste Urlaub des Lebens hat irgendwann ein Ende. Vor uns liegen nun noch 10 Stunden Flug nach Paris und nach knapp 4 Stunden Aufenthalt nochmal eine gute Stunde Flug bis nach Hause. Tja was bleibt mir noch zu sagen nach dem tollen Urlaub? Natürlich bleiben die vielen vielen Mitbringsel aus diversen Läden, die uns jedes einzelne an einen gewissen Ort erinnern werden. Gut hier ist dann mancher Ort mehr vertreten als der andere, aber ich kann sagen, dass sehr viele Orte vertreten sind. Außerdem bleiben natürlich die vielen Fotos. Wahrscheinlich müssen wir uns eine neue Festplatte alleine für die Fotos aus diesem Urlaub holen, doch wird sicher das ein oder andere Top Bild dabei sein. Insgesamt tippe ich mal, dass wir im Schnitt pro gefahrenem Kilometer ein Foto geschossen haben. Ja ich weiss, bestimmt wird man sich zu Hause die meisten nicht mehr ansehen wollen, doch sie spiegeln nun mal unser gesamtes Abenteuer sehr gut wieder. Sowohl die Fotos von den vielen Aussichtspunkten, als auch die Bilder aus dem fahrenden Auto heraus werden sicherlich toll sein. Das ein oder andere werd ich im Nachhinein hier natürlich noch reinstellen. Nun ja und außer den Mitbringseln und den Fotos? Es werden so viele Erinnerungen bleiben, die uns Niemand mehr nehmen kann. Hier sind Erinnerungen und Bilder im Kopf dabei, die viele sicherlich als absoluten Lebenstraum haben. Wir hatten diesen auch und haben ihn uns erfüllt. Wenn ich nun nochmal zurück denke was fällt mir zu unsere, Abenteuer so ein? Ich erinnere mich gerne an den Ausritt im Yosemite Nationalpark zurück. Nach der doch so beschwerlichen Anreise (siehe Eintrag "schwere Entscheidung") war es der perfekte Ausgleich, der den Tag im Nationalpark zu einem Unvergesslichen gemacht hat. Oder wenn ich an unseren Rundflug über den Grand Canyon denke, wo wir sowohl über den Hoover Damm und die Mojave Wüste geflogen sind. Das Weltwunder ist zurecht eines, da so ein Naturwunder sicher kein zweites mal existiert. Die Sicht aus dem Flugzeug nur knapp über der Spitze war unbeschreiblich und ist auch auf Fotos eigentlich nicht zu zeigen. Ein absoluter Traum der in Erfüllung ging. Doch auch die kleineren Highlights bleiben hängen. Das süße Städtchen Santa Barbara konnte durch sein typisches kalifornisches Auftreten echt Punkten. Der Kilometer lange feine Sandstrand in Kombination mit dem Pier, und der netten kleinen Stadt stellte gespickt mit Palmen die wohl schönste Stadt da, die wir besucht hatten. Außerdem werde ich bestimmt nicht unsere Wanderung durchs Hidden Valley im Joshua Tree Nationalpark vergessen. Dieses einzigartige Zusammenspiel von Felsformationen und Joshua Bäumen bei wohl 40 Grad im Schatten war absolut besonders. Die Sauna ähnliche Luft und die vielen Tiere taten ihr Übriges dazu. Natürlich wird unvergessen bleiben, wie wir in Las Vegas unseren Einsatz von einem Dollar fast verdoppelt haben. Die riesen Hotels ( unsere Städtetrips nach Venedig und New York) und die noch größeren Casinos sollte jeder einmal besuchen. Dazu das beste Frühstücksbüffet welches wir je erlebt haben und ein Hotelzimmer mit Stripview, werden uns Las Vegas nie vergessen lassen. Dann haben wir die Antwort auf den Song von Pur bekommen (wo sind all die Indianer hin?) denn wir wurden von einem echten Indianer durch den sagenhaften Antelope Canyon genführt. Die tollen Lichtspiele mit den verschiedenen Slots waren einmalig, und werden uns sicher in Erinnerung bleiben. Obwohl unser Aufenthalt in June Lake ein sehr kurzer war, und wir leider keine Nacht hier verbringen konnten (wegen des Rim-Fires war der Tioga Pass gesperrt) werden wir uns an den See sicher erinnern können. Das Picnic mit den Füßen im Wasser und der Blick in die dicht bewaldeten Berge war herrlich. Dazu diese positive Anspannung darüber, dass jederzeit ein Bär auftauchen könnte.



Wer will nicht einmal über die Route 66 fahren? Die Strecke ist gespickt von historischen Saloons und alten Western Häusern und zählt ebenfalls zu den Top Highlights der letzten 17 Tage. In vielen Liedern wurde unser nächstes Highlight besungen. Einen Welthit landete Steve McKenzie. San Francisco gilt für viele als die schönste Stadt der Welt. Vielleicht ist das eine sehr gewagte Aussage, aber die Stadt hat einen ganz einzigartigen Charme. Die Cable Cars, die Berge und die Golden Gate Bridge, die wir sowohl im Nebel, als auch bei klarster Sicht erlebt haben, machen aus der eh schon schönen Stadt eine traumhafte. Einen der wohl beeindruckendsten Aussichten haben wir im Zion Nationalpark erlebt, wo wir vom Overlook View aus in ein unbeschreiblich großes Taal blickten. Und als wir an einem Tag zunächst am höchsten Punkt der USA ( dem Mount Whitney) und nur kurze Zeit später am tiefsten Punkt ( Badwater Basin) vorbeikamen, trennten diese beiden Punkte nahezu 30 Grad, was ebenfalls unvergessen bleibt. Zwar sagen viele Leute, dass Los Angeles keine schöne Stadt sei, doch wer schonmal das Hollywood Sign aus nächster Nähe gesehen hat, und über den Walk of Fame gegangen ist, der muss eigentlich eine andere Meinung bekommen. Auch unsere Filmstudio-Tour kann ich jedem der hier ist nur empfehlen. Natürlich werde ich auch das Panorama an der Horseshoe Bend nie vergessen. Der Collorado River versprüht dieses alte Goldsucher-Spirit und gehört zu einer Reise durch den wilden Westen ebenso dazu, wie ein Steak vom BBQ.



Zum Abschluss fällt mir noch die einmalige Fahrt von Monterey nach Marina del Rey ein. Der Highway One mit seinen vielen Kurven und den vielen vielen tollen Aussichten auf den Pacific wird immer in Erinnerung bleiben. Sicher könnte ich noch über soviel mehr erzählen, was unvergessen bleibt, doch das würde den Rahmen absolut sprengen. Ich kann jedem nur dringend empfehlen, den Westen der USA zu bereisen. Ich kann mir kein anderes Urlaubsziel vorstellen, wo einem eine solche Vielfalt und Abwechslung von Natur und Stadt geboten wird, wie hier. Das soll nun echt keine Werbung sein, doch wer den Blog regelmäßig gelesen hat, der muss mir eigentlich zustimmen. insgesamt sind wir übrigens Sage und schreibe: 4552,84 Kilometer gefahren. WOW. Es war ne Super zeit.



 



Nun geht's also wieder nach Hause und irgendwie freuen wir uns auch drauf alle Freunde wieder zu sehen. Doch ich denke eines können wir definitiv festhalten:



Wir kommen wieder !



Bis bald Frederic.



 

Wow !

Donnerstag, 12.09.2013

4552,84 Kilometer !

Düsseldorf Airport

Donnerstag, 12.09.2013

Wieder zu Hause.



 

Country Roads take me home.

Donnerstag, 12.09.2013

So da sind wir also nun wieder. Nach einer Gesamtreisedauer von 16,5 Stunden sind wir schließlich wieder in Düsseldorf gelandet. Unser erster Flug nach Paris war wunderbar und sehr bequem. Wenige Turbulenzen, ein super Unterhaltungsprogramm und gutes Essen, sowohl zum Abend als auch morgens machten den Flug wirklich sehr entspannt. Da wir ja abends losgeflogen waren, konnten wir auch echt gut schlafen. Für die Economy Klasse war die Beinfreiheit tatsächlich bemerkenswert. In Paris landeten wir gegen 16:10 Uhr Ortszeit und mussten nun nur noch zu unserem neuen Gate gelangen. Die typischen elendig langen Gänge am Flughafen wurden nur von der wesentlich entspannteren Passkontrolle unterbrochen. Schnell fanden wir unser Zielgate, wo vor unserem Flug noch vier andere Flugzeuge nach Rom, Frankfurt, Stockholm und Nizza abhoben. Die vier Stunden Aufenthalt waren jedoch nicht so schlimm wie vorher befürchtet. Ein Wlan Netz und diverse Spielchen vertrieben die Zeit perfekt. Als es endlich wieder ins Flugzeug ging und wir leicht schockiert über die Größe waren ( es war ein ganz normales Flugzeug, doch nicht mit dem Transatlantikflieger zu vergleichen) konnten wir uns Super ausbreiten, da das Flugzeug nicht annähernd ausgebucht war. Trotz 10 minütiger Verspätung kamen wir sogar noch 10 Minuten vor Plan in Düsseldorf an. Zur Überraschung wurden wir von einem 5-köpfigen Empfangskommitee begrüßt und fuhren dann endlich nach Hause. Nach einigen ersten Eindrücken verdrücken wir uns dann mal ins Bett. War echt ne geile Zeit. Danke Ann-Kristin !



Bis bald Frederic.